Schwimmen
Gibt es weiteren Zuwachs für die Hallenbäder-Landschaft?

Drei Projekte machen Hoffnung, dass der Platzmangel in den Basler Schwimmbecken bald Geschichte ist. Bei der Kunsteisbahn am Eglisee, beim Acquabasilea in Pratteln und bei der Erlenmatt sind entsprechende Projekte angedacht.

Pascale Hofmeier
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Baselbieter Bäderlandschaft, wie sie sich heute präsentiert.

Baselbieter Bäderlandschaft, wie sie sich heute präsentiert.

bz

Schwimmen im Basler Rialto braucht Nerven: Oft ist das einzige Basler Hallenbad übervoll und ein Teil der Bahnen ist für Schwimmschulen und Aquafit gesperrt. Wer kann, schwimmt in den Randstunden oder in einem der Bäder auf Baselbieter Boden. Der Wunsch nach weiteren öffentlichen Hallenbädern, besonders nach einem 50-Meter-Becken, ist alt. Viele Projekte sind gescheitert, zum Beispiel bei der Kunsti St. Margarethen oder beim Joggeli. Nun stehen gleich drei Hallenbadprojekte zur Debatte.

Zwei davon lassen hoffen, dass das in Schwimmsportkreisen lang herbeigesehnte 50-Meter-Becken sich doch noch materialisiert. In der Schweiz gibt es sechs dieser Becken, die den internationalen Wettkampfnormen entsprechen, aber keines in der Nordwestschweiz. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Kunsteisbahn und des Gartenbades Eglisee prüft das Basler Erziehungsdepartement die Möglichkeit, das 50-Meter-Becken im Winter mit einer Ballonhalle zu überdecken und mit der Abwärme der Kunsteisbahn zu heizen. «Wir müssen die Kunsteisbahn dringend sanieren», sagt Erziehungsdirektor Christoph Eymann. Bis Ende 2014 brauche es für das veraltete Kühlsystem eine Lösung, und allenfalls könne künftig die Abwärme der Kunsteisbahn genutzt werden, um eine solche Schwimmhalle zu heizen. Auch in den Garderoben brauche es eine Heizung. Die Möglichkeiten würden derzeit geprüft, die Regierung wolle das Projekt bald behandeln. In Betrieb wäre die Lösung frühestens ab Winter 2015. Ein ähnliches Projekt für das Freibad St. Jakob ist vor Jahren gescheitert: Die Verankerung der Ballonhalle hätte sich schwierig und teuer gestaltet, und weil es sehr viel Energie braucht, eine solche Halle zu beheizen, wurde das Projekt als ökologisch nicht vertretbar eingestuft.

Bis die neuen Hallenbäder gebaut sind, wird es aber dauern. Gedeckte Wasserflächen gebe es in Basel viele, relativiert Eymann: «Die Situation ist nicht so dramatisch.» Damit ist das Innenbecken beim Joggeli, das nur der Uni und den Schwimmvereinen zugänglich ist, gemeint, sowie die elf Schwimmbäder in den Basler Schulhäusern. Diese sind klein und mit Ausnahme von Kleinhüningen nur Schulen und Vereinen zugänglich. Man habe versucht, weitere Bäder zu öffnen, allerdings hätten zu wenig Leute diese Möglichkeit genutzt, sagt Eymann.

Mitarbeit: Muriel Mercier und
Oliver Sterchi