Füllinsdorf
Grossbrand in Gewerbehalle: Noch immer lodern zahlreiche Feuerherde

In der Nacht auf Sonntag hat sich in einer Gewerbehalle in Füllingsdorf ein Grossbrand ereignet. Die Einsatzkräfte sind noch immer vor Ort und dämmen die letzten Brandherde ein. Die Brandursache ist unklar.

Zoé Boll
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Die vom Brand betroffene Halle ist komplett eingestürzt...
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... und liegt in Trümmern.
Immer wieder brechen zwischen den Trümmern kleine Feuer aus.
Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr sind am Montagmittag vor Ort, um diese Brandherde einzudämmen.
Zwischen den Löschaktionen versucht ein Bagger etwas Ordnung in das Chaos zu bringen, indem er die Dachüberresten entfernt.
Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Sanität, Amt für Umwelt und Energie und Zivilschutz im Einsatz.
Brand Füllinsdorf

Die vom Brand betroffene Halle ist komplett eingestürzt...

Zoé Boll

Rund 34 Stunden nach dem Ausbruch des Grossbrands in Füllinsdorf steigt noch immer Rauch aus der betroffenen Gewerbehalle empor, der Geschmack nach verbranntem Kunststoff liegt schwer in der Luft. Die Halle ist komplett eingestürzt und liegt in Trümmern. Auch die daneben liegende Halle wurde durch das Feuer in schwere Mitleidenschaft gezogen.

Am Montagmittag befinden sich noch zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort und dämmen die letzten Feuerherde ein. Chasper Holinger, Kommandant der Ortsfeuerwehr Hülften und Einsatzleiter, erklärt: «In der Halle lodern weiterhin diverse Brandherde. Diese werden von Trümmern geschützt, so können sich diese immer wieder entfachen.» Grund zur Sorge gebe es keine: Laut Holinger wurde das Feuer am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr unter Kontrolle gebracht.

Ein Grossbrand von diesem Ausmass stellt keine alltägliche Situation dar. Schnelligkeit und Zusammenarbeit sind gefragt. Auch beim Brand in Füllinsdorf arbeiteten sieben verschiedene Feuerwehrorganisationen zusammen, um das Schlimmste zu verhindern. So waren die Ortsfeuerwehr Hülften, die Stützpunktfeuerwehr Liestal, die Stützpunktfeuerwehr Sissach, die Nachbarfeuerwehr Pratteln, die Ölwehr der Birsfeldner Feuerwehr sowie die Messgruppe der Chemie Feuerwehr im Einsatz und wurden zusätzlich in der Nacht durch die Stützpunktfeuerwehr Muttenz unterstützt.

Neben der Feuerwehr war ebenfalls der Zivilschutz am Montag vor Ort. Christoph Brügger, Kommandant des Zivilschutz ARGUS, berichtet: «In der Nacht war der örtliche Zivilschutz im Einsatz und wurde am späten Sonntagnachmittag vom Zivilschutz ARGUS abgelöst.» Dieser sei insbesondere für die Verkehrsregelung verantwortlich gewesen, um damit die Polizei sowie die Feuerwehr zu entlasten.

Was den Brand verursachte, ist noch immer unklar. Holinger fügt hinzu: «Bis jetzt können nur Spekulationen gemacht werden.»