Spatenstich
Gutes Omen für das neue Hallenbad in Gelterkinden

Gelterkindens Gemeindepräsidentin Christine Mangold meint, der 18-Millionen-Bau stehe unter einem guten Stern, da man den Projektierungskredit nicht voll ausnutzen musste.

Simon Tschopp
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Gemeindepräsidentin Christine Mangold beginnt mit dem Abbruch. stz

Gemeindepräsidentin Christine Mangold beginnt mit dem Abbruch. stz

Hallenbad Gelterkinden

Hallenbad Gelterkinden

zvg

«Ich bin so froh, dass wir nun beginnen können», rief Christine Mangold der grossen Gästeschar zu. Gelterkindens Gemeindepräsidentin begrüsste zum Spatenstich für den Neubau des Hallenbads rund 70 Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Kanton, Unternehmen, Schule und umliegenden Gemeinden. Zum Schluss der Zeremonie setzte sie sich mit Helm in ein Baufahrzeug, um die ersten Teile des alten Gebäudes niederzureissen.

Nachdem Mangold die Entstehungsgeschichte kurz aufgerollt hatte, die mit einem Architekturwettbewerb 2011 eingeleitet worden war, blickte sie in die Zukunft. Sie zählte auf, was in den kommenden Monaten das Wichtigste ist: Zeitplan einhalten, Baukosten im Griff haben – und sie hofft auf Glück, dass alles gut geht. «Dass wir den Projektierungskredit von 1,6 Millionen Franken nicht ganz haben ausschöpfen müssen, ist schon mal ein gutes Omen», meinte Christine Mangold.

Flagge zeigen

Diese verteilte grosszügig Lob: an den Kanton für den Beitrag von fünf Millionen Franken; an die umliegenden Gemeinden – auch aus dem Schulkreis Sissach –, die zusammen rund eine Million an die Investitionskosten beisteuern; an die Dorfbevölkerung, die in der Referendumsabstimmung Ende September 2016 schliesslich ein klares Bekenntnis zum Hallenbad-Neubau abgegeben hat. Einen grossen Dank richtete Mangold an die Gruppe Pro Hallenbad, die im Hinblick auf die Urnenabstimmung mit originellen Ideen Flagge gezeigt habe.

«Auch ich bin da, um Flagge zu zeigen – vom Kanton Baselland», sagte Regierungsrätin Monica Gschwind. Sie unterstrich, dass das neue Hallenbad eine grosse Bedeutung für das ganze Oberbaselbiet habe und zu einem Ort für Sport und Bewegung werde. Weil das Kantonale Sportanlagen-Konzept 3 (Kasak 3) aus finanziellen Gründen 2013 nicht zustande kam, stellte der Kanton seine fünf Millionen aus dem Swisslos Sportfonds zur Verfügung. Das Geld wurde Ende April 2014 gesprochen. «Nie zuvor hat die Regierung einen so hohen Betrag aus dem Swisslos Sportfonds bewilligt», erklärte Gschwind. Die Diskussionen, wie künftig Sportanlagen im Baselbiet finanziert werden sollen, halten indes an.

Remo Bossert, Präsident der Baukommission und früherer Gemeinderat, sprach von «Höhen und Tiefen», seit der Projektierungskredit an der Gemeindeversammlung im Juni 2012 bewilligt worden war. Das erste Projekt hätte zu hohe Kosten verursacht, dann musste der nun geplante Neubau ein Referendum überstehen. Nun sei die interessante Planungsphase vorbei, jetzt folge die spannende Zeit der Ausführung, so Bossert. Die Bauzeit des Projekts, das knapp 18 Millionen Franken verschlingt, beträgt rund 22 Monate. Die Aufrichte soll bereits Ende Jahr stattfinden, die Eröffnung ist im September 2018.

«Mir schwimme wytter»

Das neue Hallenbad geht auch an den einheimischen Fasnächtlern nicht spurlos vorbei. «Mir schwimme wytter» heisst das Sujet der diesjährigen Gelterkinder Fasnacht. Die Plakette, gestaltet von Sarah Gysin und beim gestrigen Spatenstich vorgestellt, zeigt einen badenden Waggis im Dorfbrunnen. Ein goldenes Exemplar ging an Monica Gschwind, denn «ohne Kanton kein Hallenbad» (Zitat Christine Mangold).

Wenn ab September 2018 das Hallenbad in Gelterkinden an jedem Betriebstag von so vielen Personen besucht wird wie am Montag am Spatenstich zugegen, dürfte das neue Bassin zur Goldgrube werden.