Herbstsynode
Die Baselbieter Reformierten verfolgen trotz roter Zahlen neue Projekte

An der Herbstsynode in Pratteln wurde das Budget klar genehmigt, obwohl es ein Minus ausweist. Auch die rückläufigen Mitgliederzahlen gaben zu reden.

bz
Drucken
Teilen
In Tenniken befindet sich eine evangelisch-reformierte Kirche.

In Tenniken befindet sich eine evangelisch-reformierte Kirche.

Kenneth Nars

Am vergangenen Freitag tagte das Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche Baselland im Kuspo Pratteln. An der Herbstsynode stehen traditionell das Budget, der Finanzausgleich und die Finanzplanung auf der Traktandenliste. Das Budget der Reformierten für das kommende Jahr rechnet mit einem Minus von 265'400 Franken.

Trotz der trüben Aussichten erklärte Dieter Hofer den Anwesenden im Namen der Finanzprüfungskommission: «Wir steuern nicht auf einen Abgrund zu.» Die Synode genehmigte das Budget 2022 einstimmig bei einer Enthaltung, heisst es in einer Medienmitteilung. Trotz der roten Zahlen werden neue Projekte wie eine Fachstelle für Jugendarbeit verfolgt.

Ein weiteres Problem, mit dem die Baselbieter Reformierten zu kämpfen haben, ist der Mitgliederschwund. Der Kantonsbeitrag nehme aufgrund des Mitgliederrückgangs weiter ab, sagte die für Finanzen verantwortliche Kirchenrätin Sandra Bätscher. «Erfreulicherweise verbleiben wohl aktuell die Kirchensteuern der juristischen Personen auf dem bisherigen Niveau.» Ebenso wurde beschlossen, die neue Kirchenverfassung, Kirchenordnung und Finanzordnung per 1. Januar 2022 in Kraft zu setzen.

Aktuelle Nachrichten