Schule
Heute beginnt für Hunderte von Baselbieter Kindern der erste Schultag

Heute ist es wieder so weit: Hunderte von Kindern im Kanton Baselland begeben sich zum ersten Mal auf ihren Schulweg. Es sind Kindergartenschülerinnen und -schüler sowie die Erstklässlerinnen und Erstklässler der Jahrgänge 2006/07 und 2005/06

Fabio Halbeisen
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Die jüngsten Schülerinnen und Schüler sind auf dem Schulweg besonders grossen Gefahren ausgesetzt.

Die jüngsten Schülerinnen und Schüler sind auf dem Schulweg besonders grossen Gefahren ausgesetzt.

AZ-Archiv

Die Kinder werden nicht nur zu Schülerinnen und Schülern, sie werden auch automatisch zu jungen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern. Sie sind bei Schulanfang besonders grossen Gefahren ausgesetzt. Dies sieht auch Rolf Wirz, Mediensprecher der Baselbieter Kantonspolizei, so: «Die Kinder haben aufgrund des Schulbeginns ein ausserordentliches Recht auf Sicherheit und Schutz.»
Zu Beginn des Schuljahrs 2011/2012 werde die Polizei Basel-Landschaft deshalb erneut Massnahmen treffen, um die Sicherheit der künftigen Erstklässler zu garantieren. «Unter anderem erhalten, dank Unterstützung des Touring-Clubs der Schweiz (TCS), alle Kindergartenschüler gelbe Sicherheits-Dreieckanhänger», fügt Wirz an. Zudem werden allen Erstklässlern und Erstklässlerinnen gelbe Baseball-Mützen mit dem Logo «Schulanfang» abgegeben. Eine weitere wichtige Massnahme sind die auffallenden Mahnplakate. Sie werden an sämtliche Gemeinden des Kantons gratis verteilt. Diese Mahnplakate haben den Aufdruck: «Gäll, du haltisch für mich aa.» Sie werden an den Strassen rund um die Schulhäuser aufgestellt.

Nebst diesen präventiven Massnahmen bekommen die Kinder auch direkte Hilfe: «In der ersten Schulwoche werden Polizisten des Kantons sowie der Gemeinden aufgeboten, um den Kindern beim Überqueren von unübersichtlichen Strassen behilflich zu sein. Dies zu den Schulanfangs- und -schlusszeiten», erzählt Wirz.

Bewährtes System

Besondere Neuerungen habe es nicht gegeben. Dies sei auch nicht nötig, denn: «Dieses System hat sich in den letzten Jahren bewährt. Wir haben gute Erfahrungen gemacht», freut sich Rolf Wirz. Leider gibt es nie eine hundertprozentige Sicherheit. Dies weiss auch Wirz: «Wir tragen unseren Teil zur Sicherheit bei, indem wir die nötige Präsenz an den Tag legen. Doch es hängt vom Verhalten aller Beteiligten ab. Wenn einer trotz der Massnahem während des Schulbeginns an einer Schule vorbeirast und nicht auf Kinder achtet, können wir bedauerlicherweise auch nichts machen. Das ist dann nur noch fahrlässig», kritisiert er.

Es muss also jeder einzelne Verkehrsteilnehmer seinen Teil zur Sicherheit der Kindergartenschüler und Erstklässler beitragen. Deshalb, und weil die Kinder von Natur aus unberechenbar sind, fordert die Kantonspolizei von allen Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern, Kinder im Bereich der Strasse durch akustische Warnsignale zu warnen, die Geschwindigkeit zu mässigen, Bremsbereitschaft zu erstellen und nötigenfalls anzuhalten.