Vorsicht
Hitze ist gefährlich für ältere Menschen: Dehydrierte in der Notaufnahme

Rund 10 Personen täglich, vorwiegend ältere Personen, suchten im Notfall des Basler Unispitals Hilfe wegen der brütenden Hitze. Sie spüren ihren Durst nicht mehr, dehydrieren und leiden folglich an Schwäche, Schwindelgefühlen und Verwirrtheit.

Pascale Hofmeier
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Weil sie das Trinken vergessen: ältere Menschen dehydrieren und müssen in die Notfallaufnahme.

Weil sie das Trinken vergessen: ältere Menschen dehydrieren und müssen in die Notfallaufnahme.

Keystone

Besonders für ältere Menschen sind die derzeit noch hohen Temperaturen schwierig: Sie trinken zu wenig, weil sie ihren Durst nicht mehr spüren und dehydrieren.

Die Notaufnahmen der Basler Spitäler verzeichnen seit Beginn der Hitzewelle spürbar mehr Patientinnen und Patienten mit typischen Austrocknungs-Symptomen: Schwäche, Schwindelgefühle und Verwirrtheit.

Rund 10 Personen täglich suchen im Notfall des Basler Universitätsspitals Hilfe, das sind rund 20 Prozent aller momentanen Notfälle. «Am Höhepunkt der Hitzewelle letzte Woche waren es bis zu 15», sagt Mediensprecher Martin Jordan. «In der Hitze verschärfen sich auch andere Krankheitsbilder wie Herz- und Niereninsuffizienz.»

Zugenommen hat die Zahl der Patienten mit Symptomen als Folge der Hitze auch im Claraspital und im Felix-Platter-Spital. «Die Situation ist aber nicht mit dem Hitzesommer 2003 vergleichbar», sagt Matthias Frank, stellvertretender Chefarzt am Felix-Platter-Spital.

Es habe nicht mehrere Tropennächte am Stück gegeben und die Leute hätten wohl dazu gelernt, wie mit der Hitze umzugehen: Die Sonne und übermässige Anstrengung meiden, und eben genügend trinken.

Mehr Notfälle verzeichnete auch das Kantonsspital Baselland in Liestal, allerdings nicht nur wegen der Hitze, sondern auch weil viele Hausärzte Sommerferien machen.

Todesfälle wegen der Hitze sind in den befragten Spitälern und beim Krematorium auf dem Hörnli keine bekannt.