Baumschädling
Hunde finden gefährliche Käferlarven aus Asien in Verpackungsholz

In einer Holzverpackung aus Asien haben speziell trainierte Spürhunde eine tote und zwei lebende Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt. Der genaue Fundort des Schädlings wurde an einer Medienkonferenz in Basel nicht bekannt gegeben.

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So sieht er aus: Ein präpariertes Exemplar des Laubholzbockkäfers neben den Larven.
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Gabriele Sauseng, eine der beiden Spezialistinnen aus Österreich spricht vor den Medien.
Der Schaden, den der Käfer im Holz hinterlassen kann, ist gut erkennbar.
Der Asiatische Laubholzbockkäfer lässt sich nicht einfach aufzufinden.

So sieht er aus: Ein präpariertes Exemplar des Laubholzbockkäfers neben den Larven.

Kenneth Nars

«Es ist nicht erfreulich, dass wir diese Larven gefunden haben», sagte Martin Büchel vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Montag. Die Larven waren kurz vor der Verpuppung, worauf die Käfer geschlüpft wären. Das Tier zerstört Laubbäume und gilt gemäss der Pflanzenschutzverordnung als besonders gefährlicher Schädling.

Das Auftreten des Laubholzbockkäfers war erwartet worden, sagte Emanuel Trueb, Leiter der baselstädtischen Stadtgärtnerei. Das Insekt sei für die Menschen nicht gefährlich. Hingegen könne der Schaden, den der Käfer anrichtet, immens sein.

Der Käfer oder dessen Larven werden regelmässig mit Verpackungsholz oder lebenden Pflanzen aus Asien nach Europa eingeführt. So auch die drei Larven, die laut Büchel «auf Schweizer Boden» gefunden wurden. Sie befanden sich im Verpackungsholz einer Steinlieferung.

Spürhunde aus Österreich

Um den Übergang in die Landschaft zu verhindern, werden vor allem im Rheinhafen in Basel speziell ausgebildete Spürhunde eingesetzt. Diese sind auf den Duft des Schädlings trainiert. Zwei Spürhundeteams aus Österreich waren am Montag im Hafenareal im Einsatz.

Um regelmässige Kontrollen durchführen zu können, werden derzeit auch fünf Schweizer Katastrophenhunde dazu ausgebildet, den Duft zu erkennen. Deren Nase werde nun auf einen zusätzlichen Stoff trainiert, hiess es.

Der Laubholzbockkäfers befällt zuerst die Kronenäste der Laubbäume, später legen die Weibchen Eier. Die Larven fressen sich durch das Holz. Befallene Bäume weisen runde, etwa einen Zentimeter dicke Löcher auf. Beim Stamm liegen zudem Bohrspäne. Durch den Larvenfrass werden die Versorgungsbahnen des Baumes zerstört und er stirbt ab.

Erstmals in der Schweiz

Im letzten Jahr wurde der gefährliche Baumschädling erstmals in der Schweiz - im Kanton Freiburg - nachgewiesen. Ausserdem ist er im süddeutschen Raum entdeckt worden. Befallene Bäume müssen sofort gefällt und deren Holz verbrannt werden.

Die Bevölkerung wird aufgefordert, bei einem Verdachtsfall sofort die zuständigen kantonalen Stellen zu informieren. Nützlich sei auch, den Käfer in einem geschlossenen Glasbehälter oder einer Petflasche aufzubewahren, um ihn den Behörden abzugeben.