Dr Schwarzbueb
Illustre Persönlichkeiten veredeln den beliebten Heimatkalender

Auch der ehemalige Botschafter Thomas Borer, der in Bättwil aufgewachsen ist, verfasste einen Beitrag für das Jahr- und Heimatbuch.

Dimitri Hofer
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az-Archiv
Beliebter Kalender Auch in der neuen Ausgabe findet man wieder alle klassischen Rubriken. Dazu gehören die Bauernregeln, die Totentafel und die zuletzt eingeführte Chronik.

Beliebter Kalender Auch in der neuen Ausgabe findet man wieder alle klassischen Rubriken. Dazu gehören die Bauernregeln, die Totentafel und die zuletzt eingeführte Chronik.

zvg

Der in Bättwil aufgewachsene Thomas Borer ist in den vergangenen Jahrzehnten weit herumgekommen. Als Diplomat lebte er in Genf, Bern, Lagos, New York und in Dallas. Nationale Bekanntheit erlangte er als Schweizer Botschafter in der deutschen Hauptstadt Berlin. Durch seinen typischen Namen trug er das Schwarzbubenland in die Welt hinaus. Heute wohnt Borer in Thalwil am Zürichsee und ist rund um den Erdball als Berater tätig.

Seine Heimat im Solothurnischen Leimental hat er jedoch nie völlig hinter sich gelassen, sondern kehrt immer wieder zurück. «Ich spiele regelmässig mit meinen alten Studentenkollegen Golf im Elsass. Danach fahre ich so gern über Leymen durch Flüh nach Bättwil, manchmal über Hofstetten, Ettingen nach Hause. Und gerne kehre ich in einen der ausgezeichneten Landgasthöfe ein, bevor ich nach Thalwil fahre», äussert er sich über die Gegend, in der er die Kindheit verbracht hat. Die Passage ist Teil eines Beitrags, den der ehemalige Spitzen-Diplomat für die neue Ausgabe des Jahr- und Heimatbuchs Dr Schwarzbueb verfasst hat.

Beliebter Kalender Auch in der neuen Ausgabe findet man wieder alle klassischen Rubriken. Dazu gehören die Bauernregeln, die Totentafel und die zuletzt eingeführte Chronik.

Beliebter Kalender Auch in der neuen Ausgabe findet man wieder alle klassischen Rubriken. Dazu gehören die Bauernregeln, die Totentafel und die zuletzt eingeführte Chronik.

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Viele klingende Namen

Thomas Borer ist eine von zahlreichen illustren Persönlichkeiten, die in der neuen Ausgabe des Kalenders zu finden sind. Sie alle setzen sich in ihren Texten mit dem Thema «Neue Heimat» auseinander. Den Autoren ist gemein, dass sie entweder aus der Region stammen oder hierhin gezogen sind. Der in Kleinlützel lebende russische Schriftsteller Michail Schischkin ist genauso im Buch zu finden wie die in Hofstetten wohnhafte ukrainische Lyrikerin Halyna Petrosanyak. Beide sind Koryphäen auf ihren Gebieten und wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Dasselbe gilt für Ulrich Ritzel, der zu den wichtigsten Krimiautoren Deutschlands zählt. Wie sämtliche anderen Angefragten sagte der in Laufen beheimatete Deutsche zu, als er vom Redaktions-Team kontaktiert wurde. «Alle waren bereit, einen Beitrag zu verfassen», sagt der einstige Solothurner Regierungsrat Klaus Fischer. Der frühere Politiker leitet zusammen mit dem Journalisten Thomas Brunnschweiler das traditionsträchtige Jahr- und Heimatbuch für das Schwarzbubenland und das Laufental. Die beiden hatten im vergangenen Jahr die Leitung von der langjährigen Verantwortlichen Ulla Fringeli übernommen. Sie war ihrerseits Nachfolgerin ihres Schwiegervaters Albin Fringeli gewesen, der den Kalender im Jahr 1923 ins Leben gerufen hatte.

Das neue Buch ist seit der Vernissage gestern Abend im Gymnasium Laufental-Thierstein erhältlich. Wie immer wird es zuerst im Laufental und Schwarzbubenland durch Haustürverkauf vertrieben. Anschliessend ist es auch an Kiosken und in Dorfläden erhältlich. Die aktuelle Auflage beläuft sich auf 3000 Exemplare.

Stark heimatverbundene Region

Auf das Thema der diesjährigen Ausgabe sei er gekommen, als er merkte, dass das Schwarzbubenland und das Laufental attraktiv für prominente Zuzüger sind, meint Klaus Fischer. «Etliche bekannte Personen haben sich in den vergangenen Jahren in unserer Region niedergelassen», erklärt der Co-Leiter. «Gleichzeitig leben wir in einem Gebiet, in dem die Menschen stark heimatverbunden sind», sagt Fischer, der einst selber aus dem Luzernischen in die Schwarzbuben-Gemeinde Hofstetten gezogen ist.

Die Zugezogenen schätzen unterschiedliche Aspekte ihres Lebens im Raum Basel. So schreibt etwa Schischkin: «Wenn man graue Haare bekommt und eine grosse Familie hat, lebt man gerne im Grünen. Inzwischen lebte ich auch in den USA, in Berlin, London. Nun haben wir seit bald acht Jahren ein kleines Dorf im Schwarzbubenland gewählt. Eine wunderschöne Wandergegend.

Und gar nicht weit weg von Basel entfernt, auch der Flughafen ist in der Nähe, denn ich muss oft zu Buchmessen und Festivals reisen.» Schriftsteller Ulrich Ritzel hat die Mentalität der Laufentaler lieb gewonnen: «Ich bin – noch immer – Gast hier. Dem Gast ist eine gewisse Zurückhaltung geboten. Das hat seine Vorteile. Er muss sich im Freundeskreis um keine scharfsinnigen Analysen zum letzten Abstimmungssonntag bemühen, denn die Schweizer kommen – was nicht alle meine Landsleute wissen – ganz gut ohne solche Fingerzeige aus.»

Das Jahr- und Heimatbuch Dr Schwarzbueb ist auch direkt beim AZ Anzeiger Verlag, Hauptstrasse 37, 4242 Laufen und unter www.schwarzbueb.ch erhältlich.