Trockenheit
Im Baselbiet messen jetzt rote Markierungen den Pegelstand

Darf man aus den Flüssen noch Wasser entnehmen? In den Baselbieter Füssen zeigt neuerdings eine rote Markierung, ob das noch erlaubt ist. Der Kanton hat das System vom Kanton Bern übernommen.

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Rote Markierung zeig, ob noch Wasser entnommen werden darf

Rote Markierung zeig, ob noch Wasser entnommen werden darf

bl.ch

Die Niederschläge im April und Mai fielen so spärlich aus, dass die meisten Flüssen wenig Wasser. Die Pegelstände sind ähnlich tief wie im Trockenjahr 2003.

In den grösseren Gewässern, nämlich der in Ergolz, Frenken, Diegterbach, Buuserbach, Arisdörfer- und Violenbach sowie Birsig hat das Amt für Umwelt und Energie (AUE) rote Markierungen einbauen. An diesen Pegellatten kann man ablesen, ob noch Wasser entnommen werden darf oder nicht.

Zufall führt Regie

Ist der Wasserstand über der Kontrollmarke, dürfen alle jene, die eine Bewilligung haben, Wasser entnehmen. Sinkt er unter die Markierung, ist die Wasserentnahme verboten.

Dass die Pegellatten gerade jetzt ihre Premiere erleben, ist laut Martin Huser vom AUE Zufall. Die Markierungen hat das Amt nicht wegen der Trockenheit angebracht. «Wir haben vor drei Jahren mit der Planung begonnen», sagt Huser zu az. Im letzten Jahre hat man dann herumgepröbelt, damit die Markierung auch am richtigen Ort zu liegen kommt. Dieses Jahr ist das System nun einsatzreif.

Das Vorbild zum Baselbeiter Markierungssystem stammt vom Kanton Bern. Dort gibt es seit längerem Pegellatten. Diese Melden den Stand via SMS-Verbindung direkt an die zuständige Amtsstelle. So «gescheit» sind die Baselbieter Markierungen noch nicht. Dort muss der Stand noch immer mit einem Augenschein abgelesen werden. Fürs SMS-System fehlt das Geld. Huser vertraut aber vor allem auf die Vernunft der Personen, die Wasser entnehmen. (rsn)