Lasertag in Reinach
In der Tubenfabrik wird jetzt scharf geschossen

In Reinach wurde die erste Laser-Arena der Region Basel eröffnet. In den ehemaligen Gebäuden der Tuben-Fabrik Obrist wird die neue Trendsportart Lasertag gespielt.

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Die Lasertag-Spieler beschiessen sich gegenseitig mit Infrarotstrahlen.

Die Lasertag-Spieler beschiessen sich gegenseitig mit Infrarotstrahlen.

laser-arena.ch

Bis vor einem Jahr produzierte die Firma Obrist in Reinach Senf- und Mayonnaise-Tuben für Nestlé. Nach der Schliessung wurde nun eine Zwischennutzung eingerichtet. Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet, hat die Firma Action Arena AG eine Laser-Arena eröffnet. Auf 1600 Quadratmetern wird im ehemaligen Bürogebäude Lasertag gespielt.

Es handelt sich um eine Sportart der 90er-Jahre, die derzeit durch die Sitcom „How I Met Your Mother“ ein Revival erlebt. Das Spiel ähnelt Paintball, gilt jedoch als familientauglich, da keine blauen Flecken entstehen. Die Spieler beschiessen sich gegenseitig mit Infrarotstrahlen. Gezielt wird auf die Weste und die Waffe der Gegner.

Seit der Entstehung ist Lasertag umstritten, da „Tötungshandlungen simuliert werden“. Zu dieser Einschätzung kamen zumindest deutsche Behörden. Vor zehn Jahren bestätigte der Europäische Gerichtshof, dass nationale Verbote von Lasertag nicht dem europäischen Gemeinschaftsrecht widersprechen würden, da es um den Schutz der Menschenwürde gehe.

In Reinach ist dieser Aspekt allerdings kein Thema. Das Bauinspektorat tolerierte die Eröffnung der Arena sogar, obwohl diese keine Umnutzungsbewilligung hatte. Nun wurde ein nachträgliches Gesuch eingereicht. Einsprachen gingen gemäss der „Schweiz am Sonntag“ bisher keine ein.