Bruderholzspital-Initiative
Initianten setzen auf dieselbe Karte wie die Gegner

Heute lancierten die Befürworter der Bruderholzspital-Initiative den Abstimmungskampf für den 21. Mai. Dabei passten sie kurzfristig ihre Kampagne an jene der Gegner an. Beide bedienen sich nun des Arguments des "Fass ohne Boden".

Michael Nittnaus
Drucken
Teilen
Im Restaurant Kaserne in Liestal lancierte das Initiativkomitee den Abstimmungskampf zur Bruderholzspital-Initiative. v.l. Ferdinand Martius, Steffen Herbert, Hans Kummer.

Im Restaurant Kaserne in Liestal lancierte das Initiativkomitee den Abstimmungskampf zur Bruderholzspital-Initiative. v.l. Ferdinand Martius, Steffen Herbert, Hans Kummer.

Michael Nittnaus/mn

Die Volksinitiative «Ja zum Bruderholzspital», über die das Baselbieter Stimmvolk am 21. Mai abstimmt, fordert eine Änderung des kantonalen Spitalgesetzes. Neu soll Folgendes festgeschrieben werden: «Das Kantonsspital Baselland sichert die Grundversorgung in Laufen und die erweiterte Grundversorgung an den Standorten Bruderholz und Liestal im stationären und ambulanten Bereich.»

Gemäss den Initianten könne nur so verhindert werden, dass «die Baselbieter Gesundheitsversorgung zu einem finanziellen Fass ohne Boden wird». Dies weil die geplante Umstrukturierung des Standorts Bruderholz zur Tagesklinik mit Reha, Orthopädie und Notfall-Permanence den Abbau von Jobs und Lehrstellen und einen massiven Geldabfluss Richtung Basel-Stadt bedeuten könnte. Da dann noch mehr Baselbieter ins Unispital müssten, würden die Gesundheitskosten noch stärker steigen, dies, da die Kosten pro Patient in Basel viel höher seien.

Hauptziel der Initianten bleibt aber weiterhin, die medizinische Grundversorgung des Unterbaselbiets sicherzustellen. Es sei ein «Märchen», dass das Bruderholzspital am Zusammenfallen sei. Gerade für polymorbide ältere Patienten sei die nahe erweiterte Grundversorgung wichtig. Einmal mehr betonten die Initianten auch, dass sich die Initiative nicht grundsätzlich gegen die Zusammenarbeit beider Basel richte, sondern nur gegen den Angebotsabbau auf dem «Hölzli» und in Laufen.

Aktuelle Nachrichten