Robinsonspielplatz
Initiative verlangt neuen Platz für Abenteuer in Reinach

Seit 2009 gibt es in Reinach keinen Robinsonspielplatz mehr. Eine neu eingereichte Initiative, die von 1190 Personen unterschrieben wurde, verlangt nun eine Wiedereröffnung.

Claudia Maag
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Interaktiv: Reinach soll wieder einen Spielplatz erhalten bei dem mit angepackt werden kann (Symbolbild)

Interaktiv: Reinach soll wieder einen Spielplatz erhalten bei dem mit angepackt werden kann (Symbolbild)

zvg

Die Forderung nach einem neuen Robinsonspielplatz für Reinach erhält Auftrieb. Das Komitee «Robinsonspielplatz für Reinach» reichte am 22. Februar eine Initiative mit 1190 Unterschriften ein.

Komitee-Mitglied und SP-Gemeinderätin Bianca Maag-Streit (63) sagt: «Es gibt Zonen, die grundsätzlich geeignet wären.» Diese seien gross genug. Ob es im Detail passe, müsse nun aber die Verwaltung abklären: «Der Gemeinderat muss Standorte prüfen und dem Einwohnerrat wird eine Vorlage zur Genehmigung unterbreitet. Die Vorlage muss auch die Frage beantworten, wie ein solcher Betrieb auf die Beine gestellt werden kann.»

Die Betriebsorganisation könne beispielsweise der Robi-Spielaktion, einem Verein oder der Verwaltung angegliedert sein – analog dem Jugendhaus. Von den 1190 Unterschriften sind laut Maag-Streit «mittlerweile 1110 beglaubigt worden». 40 Prozent der Unterschriften seien nach einem Versand zurückgeschickt worden, die restlichen seien mit Strassenaktionen zusammengekommen.

Thomas Sauter, Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung Reinach, bestätigt die Anzahl beglaubigter Unterschriften. Nach der Einreichung einer Initiative muss der Gemeinderat eine Vorlage ausarbeiten. Wurde der Robi-Spielplatz schon traktandiert? Dies verneint Sauter. Zuerst müsse sich der Gemeinderat eine Meinung bilden, dann werde eine Einwohnerrat-Vorlage erarbeitet. Sollte der Einwohnerrat diese ablehnen, kommt die Initiative vor das Volk.

Hüttenbauen nicht prioritär

Bis dahin gibt es für Kinder und Jugendliche neben normalen Spielplätzen nur noch den Generationenpark «Mischeli». Dort hat es aber keine Tiere wie auf dem früheren Abenteuerspielplatz und die Teenager können keine Hütten unter Anleitung bauen.

2009 löste sich der Robiverein auf und der Robi-Spielplatz musste seinen Platz nach über 30 Jahren auf dem Areal des alten Werkhofs, mitten in einem Wohngebiet im Süden der Gemeinde, räumen. Ursprünglich war vorgesehen, dass der Robi in das neue Freizeitzentrum am Rainenweg integriert werden soll. Doch das Stimmvolk lehnte 2008 eine entsprechende Vorlage ab. Zuvor hatten sich ausgerechnet Mitglieder des Vereins gegen das Projekt ausgesprochen. Nebst dem Robi waren ein Café und Räume für die Pfadi vorgesehen.

«Der Rainenweg wäre kein gleichwertiger Ersatz gewesen», sagte Werner Gloor, ehemaliger Aktuar des Vereins, damals zur bz. Lediglich ein Kellerraum und 200 Quadratmeter Aussenfläche seien für den Robi projektiert gewesen. «Kein Vergleich zum 3500 Quadratmeter grossen Areal» von vorher, befand Gloor.