Liestal
Jacqueline Fehr fordert mehr Engagement der Schweizer Bevölkerung

An der 1. Mai-Kundgebung in der Baselbieter Kantonshauptstadt Liestal hat die SP Schweiz-Vizepräsidentin und Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr gemäss Redemanuskript den Bogen von der Tagespolitik zum SP-Programm gespannt.

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Die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr (links) im Gespräch mit SP-Parteikollegin Susanne Leutenegger Oberholzer.
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Der Umzug ging vom Bahnhofplatz bis zum Zeughausplatz.
Daniel Münger, Präsident der GBBL, nahm auch an der Demonstration teil.
Die 1.-Mai-Kundgebung in Liestal

Die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr (links) im Gespräch mit SP-Parteikollegin Susanne Leutenegger Oberholzer.

Juri Junkov

Zentrale Polit-Frage sei die Verteilung, und die SP setze sich ein «für alle statt für wenige», sagte Fehr gemäss Redemanuskript. Die Lohnschere sei immer weiter aufgegangen, und die Steuerpolitik bevorzuge die Reichen.

Da sich die Schweiz aber verändere, seien Verbesserungen möglich. Fehr warnte vor Fatalismus, Politikverdrossenheit und Nationalismus. Die Bevölkerung müsse Einfluss nehmen und das Land mitgestalten im eigenen Interesse.

Fehr verglich die Schweiz mit einer Genossenschaft, mit der Gründungsidee «Einer für alle, alle für einen». Zusammenhalt böten AHV, Post und SBB; darauf sei nun aufzubauen. Sie forderte «mehr Werkplatz und weniger Finanzplatz», eine Industriepolitik der Schweiz, die in neues investiere, vor allem Umwelttechnologien.