Baselbiet
Jagd- und Fischereiregal übernimmt der Kanton und spart damit 503'000 Franken

Mit einer Übernahme des Jagd- und Fischereiregals von den Gemeinden soll das Baselbiet 503'000 Franken sparen. Dazu schlägt die Regierung Änderungen von Verfassung, Gesetzen und Verordnung vor, die sie am Dienstag in die Vernehmlassung gegeben hat.

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Die Jagd- und Fischereiregale liegen einzig in den beiden Basel bei den Gemeinden, sonst überall bei den Kantonen. (Symbolbild)

Die Jagd- und Fischereiregale liegen einzig in den beiden Basel bei den Gemeinden, sonst überall bei den Kantonen. (Symbolbild)

Keystone

Gemäss einem Regierungsbeschluss zum Entlastungspaket 12/15 soll der Vollzug der Jagd- und Fischereigesetzgebung mit der Übertragung des Regals – also der Zuständigkeit für die Vergabe der Pachten – für den Kanton weitestgehend kostenneutral werden. Für das Sparziel von 503'000 Franken sei dabei eine moderate Anhebung der Pachtzinsen vorgesehen.

Werde auf die Regal-Übertragung verzichtet, so müsse der Kanton den Gemeinden die Kosten für die einschlägige Verwaltungsarbeit sowie die Wildschäden anteilsmässig in Rechnung stellen. In diesem Fall kämen der Kanton unter dem Strich auf einen Entlastungseffekt von 468'000 Franken im Jahr.

Die Jagd- und Fischereiregale liegen einzig in den beiden Basel bei den Gemeinden, sonst überall bei den Kantonen. Stimmen Parlament und Volk einer Übertragung zu, ist auch vom Bund noch grünes Licht erforderlich. Die Pachdauer soll bei acht Jahren belassen werden.

Bei dieser Gelegenheit will die Regierung ferner im Jagdgesetz Regelungen zur Wildschwein-Problematik aktualisieren. Dabei geht es um die Festlegung von praktikablen Reviergrenzen sowie um Wildschäden-Kosten. Letztere sollen die betroffenen Bauern und Jagdgesellschaften künftig gemeinsam abschätzen.

Die Fischereipachtstrecken sind für die nächste Pachtperiode neu bewertet worden. Bei diesen so genannten «Bonitierungen» wird der Zustand samt Fischbestand untersucht. Manche Strecken würden so für die Pächter wohl teurer, andere hingegen billiger als bisher, sagte Kantonstierarzt Ignaz Bloch auf Anfrage.