Polizei
Jetzt muss der Chef bei der Sicherheit zum Rechten schauen

Die überlastete Sicherheitsabteilung der Baselbieter Polizei bekommt eine neue Führung. Der Polizeikommandant ad interim, Daniel Blumer, übernimmt das Szepter und nimmt im Kader Wechsel vor. Damit reagiert die Polizei auf eine Vielzahl von Problemen.

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Polizeikommandant Daniel Blumer übernimmt Sicherheitsabteilung

Polizeikommandant Daniel Blumer übernimmt Sicherheitsabteilung

Juri Junkov

Kommandant Daniel Blumer übernimmt ab Mittwoch ad interim die Leitung der Hauptabteilung Sicherheit und Ordnung, wie die Baselbieter Polizei am Dienstag mitteilte. Der oberste Chef übernehme das Abteilungs-Ruder «bis auf weiteres», sagte ein Sprecher auf Anfrage; die Rede sei von 12 bis 18 Monaten.

Auch die beiden Sicherheits-Abteilungen bekommen neue Leiter: Die Sicherheitspolizei Ost untersteht neu Beat Krattiger, bisher Ermittlungsleiter in der Hauptabteilung Kriminalitätsbekämpfung. Den Westen leitet neu Daniel Weissenberger, bisher Chef der Abteilung Planung und Einsatz der Hauptabteilung Sicherheit und Ordnung.

Zurückgestuft, neue Aufgaben

Der bisherige Sicherheits-Hauptabteilungsleiter Major Markus Wittwer wird zum Stellvertreter ad interim heruntergestuft, bleibt aber in der Polizeileitung. Die bisherigen Sicherheits-Zonenchefs Ost und West übernehmen neue Aufgaben, wie es weiter hiess. Die ganzen Rochaden sind laut dem Sprecher nicht lohnrelevant.

Die Belastung sei in der Hauptabteilung Sicherheit und Ordnung stark gewachsen, nachdem diese 2009 reorganisiert worden war und inzwischen noch die neue Strafprozessordnung umgesetzt und eine wichtige neue Software eingeführt werden muss. Polizeikommandant Blumer hat gemäss dem Sprecher nun «ein Zeichen setzen müssen und wollen».

Zuviele Grossbaustellen

Als derzeit «drängende Probleme» nennt das Communiqué die Dienstplanung, die Überprüfung der Abteilung Planung & Einsatz, die Überprüfung des Dienstbetriebs und des administrativen Aufwands sowie die Führungsentwicklung. Vier Projekte würden dazu nun eingeleitet. Ziel von allem sei, den Sicherheitsstandard zu halten.

Ein Mitte Mai publizierter interner Evaluationsbericht der Polizei hatte zuhanden von Regierung und Landrat festgehalten, dass die Reorganisationsziele mit dem heutigen Personalbestand nicht zu erfüllen seien: Es brauche 15 Stellen mehr, was 1,8 Mio. Fr. im Jahr mehr koste - zur Kompensation könnte man einige Posten dicht machen.