Verkehr
Kanton plant Lärmschutzmassnahmen an H2 und H18

Baselland plant Massnahmen gegen den Verkehrslärm an den Hochleistungsstrassen H2 in Lausen und H18 zwischen Münchenstein und Aesch. Verlangt wird dies von der Lärmschutzverordnung des Bundes. Vorgesehen sind «Flüsterbeläge» und teils auch Lärmschutz

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H2 beim Ergolzviadukt

H2 beim Ergolzviadukt

Nicole Nars-Zimmer

Ohne Lärmschutzmassnahmen würden bei über 60 Gebäuden an der H2 in Lausen und bei etwa 50 Gebäuden an der H18 bis 2030 die zulässigen Immissionsgrenzwerte überschritten, teilte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) am Montag mit. In Reinach und Münchenstein ist dies bei einigen Gebäuden schon jetzt der Fall.

Die Lärmschutzverordnung verlangt eine Sanierung bis spätestens 2018. An der von täglich rund 16'000 Fahrzeugen befahrenen H2 in Lausen will die BUD nun ein Sanierungsprojekt etappenweise bis 2017 umsetzen. An der H18 sollen Massnahmen je nach Abschnitt ab 2012 oder den nachfolgenden Jahren umgesetzt werden.

Einbau von «Flüsterbelägen»

Auf der H2 wurde östlich der Galerie Lausen bereits im letzten Jahr ein lärmmindernder Porenasphalt - ein sogenannter «Flüsterbelag» - eingebaut. Dieser bewirkt langfristig eine Lärmreduktion um drei Dezibel; für die Anwohner sei dies akustisch so, als ob die Verkehrsmenge halbiert würde, schreibt die BUD.

Voraussichtlich ab 2017 soll ein «Flüsterbelag» auch zwischen dem Ergolzviadukt und dem Anschluss «Liestal Altmarkt» verlegt werden, ausgenommen beim Ergolzviadukt selbst. Schon ab 2013 geplant sind die Erhöhung der Lärmschutzwände auf vier Meter westlich der Galerie Lausen und eine Verlängerung der Wand an der Ergolzstrasse um 150 Meter.

Auf der H18 ist der Einbau von «Flüsterbelägen» auf dem Abschnitt Aesch (voraussichtlich ab 2015), auf dem Abschnitt Arlesheim beidseits des Tunnels Reinach (ab 2014), auf dem Abschnitt Reinach (ab 2015) und auf dem Abschnitt Münchenstein zwischen der Welschenmatt und dem Anschluss «Reinach Nord» (ab 2014) geplant.

Rund 11 Millionen Franken

Bei der Hofmatt und auf der Birsbrücke in Münchenstein ist ein solcher Belag technisch nicht möglich. Darum sollen eine 290 Meter lange und zwei Meter hohe Lärmschutzwand auf dem Damm im Bereich Zollweiden gebaut und die bestehende Wand auf der Birsbrücke auf drei Meter erhöht werden, dies voraussichtlich ab 2012.

Die Kosten für die Massnahmen werden bei der H2 (gemäss Stand 2010) auf rund 6,5 Millionen Franken geschätzt, wie es beim Tiefbauamt auf Anfrage hiess. Bei der H18 beläuft sich der geschätzte Betrag auf rund 4,4 Millionen Franken. Finanziert werden die Massnahmen aus den Mitteln für den Unterhalt der zwei Strassen.

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