Gelterkinden
Keine Bieridee, diese Bierfabrik

Vier Freunde haben im Oberbaselbiet eine Bierfabrik gegründet. Diese soll die Region mit einer neuen Bierkultur beglücken.

Simon Tschopp
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Mit der Bierfabrik wollen vier Freunde die Bierkultur in der Region verändern.

Mit der Bierfabrik wollen vier Freunde die Bierkultur in der Region verändern.

KEYSTONE/EPA/ETIENNE LAURENT

Bierfabrik Bucher, Bruggisser, Liechti Messer KLG heisst laut Handelsregisterauszug mit vollem Namen die jüngste Gelterkinder Kollektivgesellschaft, die am 1. April aus der Taufe gehoben worden ist. «Wir nennen uns aber nur Bierfabrik», erklärt Yves Bruggisser. Er, seine Freundin Nadine Bucher, sein langjähriger Kollege Thomas Messer sowie dessen Partnerin Stefanie Liechti sind die vier Gesellschafter der Firma.

In den Köpfen der vier schwirrte schon vor drei Jahren der Gedanke herum, ein Bierlädeli zu eröffnen – einen Laden rund ums Bier. «Auslöser dazu war die Leidenschaft zum Bier und diverse Reisen, die wir bereits gemacht und auf denen wir verschiedene Biere kennen gelernt haben. Spezielles Bier aus aller Welt findet man bei uns in der Region fast nirgends», erzählt Yves Bruggisser.

Nun machen die vier einen Schritt hin zu ihrem Traum. Sie können in Gelterkinden am Fabrikweg 1 – deshalb der Name Bierfabrik – ein Ladenlokal mieten, das bald leer wird. Mit 20 Quadratmetern Fläche ist es zwar klein, aber fein. Das Sortiment soll aus rund 200 verschiedenen Bieren aus aller Welt und der Schweiz bestehen.

Diverse Geschenkartikel wie Holzkistchen mit verschiedenen Bieren, Bierliteratur sowie Bierbrau-Sets für den Hausgebrauch sollen ebenfalls angeboten werden. Auch soll die Kundschaft degustieren können.

Im September gehts los

«Wir wollen natürlich auch die hiesigen Kleinbrauereien unterstützen und ihre Biere verkaufen», meint Bruggisser. Ausländische Biere aus allen Teilen der Welt und Spezialbiere aus der Schweiz will das Team anbieten. Produkte, die bei Schweizer Grossverteilern nicht erhältlich sind.

Das Quartett kann ab Ende Mai über die Räumlichkeiten verfügen und diese einrichten. Am ersten September-Wochenende soll die Bierfabrik in Betrieb gehen. Geöffnet sein dürfte sie jeweils freitags am Nachmittag und Abend sowie an Samstagen.

Später wollen die Bierfabrik-Gründer auch selber in grösseren Mengen Bier produzieren. «Hobbymässig brauen wir schon, aber bloss 20 Liter auf einmal alle zwei, drei Monate», sagt Yves Bruggisser. Es habe allerdings noch nicht die Qualität, die sie sich erhofften.

Bruggisser betont, «dass wir gute Kontakte haben zur Baselbieter Brauerei in Ziefen und Brauerei Farnsburg in Sissach». Exponenten der Ziefner Brauerei hätten ihnen Know-how im Brauen beigebracht. Sein Beziehungsnetz pflegt Bruggisser auch als Vorstandsmitglied des Gelterkinder Vereins Bierchäller.

Trotz zahlreicher Kleinbrauereien in der Region Basel ist Yves Bruggisser überzeugt, dass ihre neu gegründete Bierfabrik ein Bedürfnis sein wird. «Wir wollen Leute auf den Geschmack von modernem und gutem Bier bringen», formuliert der Gelterkinder. Eines ist jedoch klar: «Die Bierfabrik soll nur Hobby bleiben.»