Skifahren
Kinder finden in Langenbruck ihr weisses Paradies

Es muss nicht immer St. Moritz oder Wengen sein. Langenbruck, der frühere Luftkurort für wohlhabende Basler, ist heute ein Kleinod für Familien, deren Nachwuchs den Schnee entdeckt. Das muss sich bis nach Japan durchgesproch

Daniel Aenishäslin
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Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
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Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck: Das Schneesport-Paradies
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet
Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet

Langenbruck ist das Schneesport-Paradies im Baselbiet

Entschleunigtes Sein. Die Sonne versucht sich durch die Kälte zu drücken, bleibt aber irgendwo irgendwie am Horizont hängen. Als wäre sie ein graublaues Nordlicht. Hier, in 700 Metern Höhe, scheint Langenbruck in Winterschlaf verfallen. Die Schrebergärten sind verlassen, umhüllt von einem weissen Mantel. Keiner, der an diesem Sonntagmorgen die Strassen entlang geht, obwohl die Kälte so gar nicht klirren will.

Ein wenig oberhalb, wo der Kinderskilift in Betrieb ist, nehmen es lachende, glucksende, manchmal auch schluchzende Kinderstimmen mit der trägen Stille auf. Gegen 50 Schneefreundinnen und -freunde sind zum Familienplausch angereist. Den weitesten Weg dürfte die japanische Touristen-Familie hinter sich haben, die gerade versucht, ihrem Audi den Weg in die Freiheit zu bahnen. Der tiefe Schnee auf seinem Parkplatz möchte ihn aber nicht hergeben.

Die Gelassenheit kommt von selbst

Von Hektik ist wenig zu spüren. Weder die schaufelnden Japaner noch die dick Eingepackten auf der kurzen Piste zeigen Anzeichen schwindender Gelassenheit. Einzig zwei ambitionierte Mütter verraten eine Pulsfrequenz im oberen Bereich. Weil doch der Nachwuchs ein wenig dies und ein wenig das schon besser auf die Bretter kriegen sollte. Ihre Kinder sind aber nicht die einzigen, die den Schnee aus der Nähe betrachten.

Etwas abseits der Skipiste haben sich die Schlittenfahrer und Snowboarder eingerichtet. Es zeigt sich, dass die ersten Schritte auf dem Snowboard noch leicht ins Stolpern übergehen können. Erstaunlich, auf wie viele Arten ein Snowboard-Frischling stürzen kann. Und manchmal ist er auf dem Hosenboden länger unterwegs als auf dem Brett. Immerhin fordern die Stürze wenig Tribut. Keinen, der nicht mit einem kurzen Aufenthalt im Pisten-Beizli aus der Welt zu schaffen wäre.

Ein heisser Tee, dazu ein Tütchen Pommes-Chips und schon zeigen die Mundwinkel der Kinder wieder nach oben. Vergessen ist die vorgängige Bruchlandung. Kein Gedanke an das, was kommt. Plötzlich sind es zwei balgende Hunde, welche die kindliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wild wälzen sie sich im Schnee. Ganz unaufgeregt bewegen sich dagegen die Pferde durch die Schneelandschaft. Am gegenüber liegenden Hang pflügen sie mit ihren Nüstern durch die eisige Deckschicht auf ihrem Teller.

Skilift ein Hindernis für gross und klein

Auch der kleine Blondschopf pflügt die Schneedecke. Spektakulär setzt er seiner rasanten Schlittenfahrt ein abruptes Ende. In hohem Tempo steuert er den Schlitten quer. Der Schnee stiebt. Der Blondschopf wischt sich zufrieden den Schnee vom Mund und von der Stirn. Es folgt ein stolzes Lachen sowie der Blick hoch zu den Eltern. Diese sind sich nicht ganz sicher, ob sie sich nun mit ihrem Sohn freuen oder doch eher das Wagnis in den Vordergrund rücken sollen.

Gelegentlich sorgen Eltern und Kinder auch gemeinsam für Situationskomik. Für die ganz Kleinen ist es wahrlich kein leichtes, den Griff des laufenden Skilifts zu bändigen. Da muss schon mal Mami einspringen Nur, was geschieht, wenn Mami den Spross vor sich packt, den Griff zu fassen kriegt, der Vordermann aber die Ski kreuzt? Ist sogar schon den Besten passiert. Beispielsweise Titel-Favorit Helmut Höflehner an der WM in Saalbach.

Die Japaner haben inzwischen umparkiert. Ganz gelassen. So, wie Langenbruck gemütlich den Winter verschläft und die Sonne sicher später wieder kommt.