Landrat
Klassenauflösung nur möglich, wenn weniger als 15 Schüler

Baselbieter Schulklassen sollen bis auf Sekundar-Stufe nur noch aufgelöst werden dürfen, wenn sie weniger als 15 Kinder umfassen. Eine SP-Motion mit dieser Forderung hat der Landrat am Donnerstag mit 44 zu 34 Stimmen an die Regierung überwiesen.

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Schulklasse

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Schulthemen prägten die Parlamentssitzung; roter Faden waren dabei das System der Klassenbildung sowie teils als unzumutbar kritisierte Schulwege. Die SP-Motion will möglichst wenige bestehende Klassen auflösen und zusammenlegen lassen, weil der Schulbetrieb und die Leistungen der Kinder darunter litten.

Die Regierung wollte den Vorstoss entgegennehmen, da er nur die bestehende Praxis festschreibe und auch keine Mehrkosten bringe. Auch CVP/EVP und Grüne standen dahinter. Die SVP hingegen wollte gar nichts festschreiben, bevor die Details des Sparpakets bekannt sind. Die FDP wollte höchstens eine Regelung auf Verordnungsstufe.

Regierung muss Gesetz vorlegen

Die Regierung muss nach der Überweisung der Motion nun eine Bildungsgesetz-Teilrevision vorlegen, welche die maximalen Klassengrössen für eine Auflösung definiert. In Regelklassen soll die Limite gemäss Motion bei unter 15 Kindern liegen, in Kleinklassen bei unter sechs.

Ferner hat der Landrat nach längerer Redeschlacht eine Petition mit 5114 Unterschriften abgelehnt, welche talübergreifende Verschiebungen von Schulkindern zwischen Reigoldswiler- und Waldenburgertal verhindern wollte, dies mit 63 zu 10 Stimmen bei 9 Enthaltungen. Betroffen seien aktuell zwei Kinder, hiess es. (sda)