Läufelfingen
Kohlerareal in Läufelfingen soll nicht mehr lange brach liegen

Ein Investor beabsichtigt, das Kohlerareal in Läufelfingen, das die Gemeinde gekauft hat, zu überbauen. Vor wenigen Wochen unterzeichneten die Gemeinde Läufelfingen und die Investorin Hegibau Liegenschaften AG aus Rothrist eine Absichterklärung.

Otto Graf
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Ins ausgestorbene Kohlerareal soll bald wieder Leben einkehren.

Ins ausgestorbene Kohlerareal soll bald wieder Leben einkehren.

Otto Graf

Die Zeiten, als auf dem Kohlerareal in Läufelfingen Betonerzeugnisse produziert wurden, sind längst vorbei. Nun soll dem 128 Aren grossen Areal an bester Lage im Zentrum des Tunneldorfs neues Leben eingehaucht werden.

Im September 2011 beschloss die Gemeindeversammlung mit grossem Mehr, gut zwei Drittel des Areals, 88 Aren, für rund 1,5 Millionen Franken von der Brodtbeck AG Immobilien zu erwerben. Nun will der Gemeinderat die damals geäusserte Absicht, das Areal zwecks neuer Nutzung an einen Investor zu veräussern, in die Tat umsetzen. Vorgestern liess die Behörde die Katze aus dem Sack und orientierte die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung über den Stand der Dinge.

Wie Gemeindepräsident Dieter Forter berichtete, habe man in der Hegibau Liegenschaften AG mit Sitz in Rothrist eine Partnerin gefunden, die in der Lage sei, die Umnutzung des Areals nach den Vorstellungen der von der Gemeinde eingesetzten Arbeitsgruppe zu realisieren.

Vor wenigen Wochen unterzeichneten die Gemeinde und der mögliche Investor eine entsprechende Absichtserklärung, eine Art Verlobung, wie sich Forter ausdrückte. Dieses Papier umfasst im Wesentlichen die Absicht, die Parzellen zu verkaufen und in groben Zügen die Art der Überbauung. Die Erklärung regelt zudem die finanziellen Verpflichtungen, falls das Projekt scheitern sollte.

Zuvor hatte die Arbeitsgruppe an mehreren Sitzungen aufgelistet, wie die Fläche dereinst aussehen könnte. So soll Wohnraum für Jung und Alt sowie für stilles Gewerbe geschaffen werden. Denkbar ist auch Raum für einen Dorfladen, Kulturelles, soziale Einrichtungen und ein Café. Werner Hagnauer, Mitglied der Geschäftsleitung Hegibau, erklärte, die Wunschliste, die jederzeit ausgedehnt werden könne, diene als Grundlage zum Überbauen des Areals. Er liess durchblicken, dass sich weitere Investoren am Projekt beteiligen könnten.

Vorwiegend positives Echo

Als nächsten Schritt wird die Gemeinde die geplanten Abklärungen bezüglich Altlasten treffen. Dazu sind Sondierbohrungen nötig, die im Budget bereits enthalten sind. Hegibau wird bis Ende Sommer 2013 zwei Projektvarianten vorlegen, von denen eine dem Gemeinderat als Grundlage für den Quartierplan (QP) dienen wird. Parallel dazu soll im September dieses Jahres der Gemeindeversammlung ein Kaufrechtsvertrag unterbreitet werden. Sobald der QP rechtsgültig ist, wird das Kaufrecht ausgelöst.

In der Versammlung lösten die gemeinderätlichen Informationen vorwiegend ein positives Echo aus. Hansruedi Schmutz sagte, es sei nicht opportun, den QP vor dem Vorliegen der Projektvarianten zu schaffen. Dies würde den Spielraum für die Projekte zu stark einengen. Es gab auch ein paar kritische Stimmen. Eine weitere Beiz, welche die im Dorf noch vorhandenen Betriebe doch nur konkurrenzieren würde, brauche es nicht.