Eklat
Landrat Peter H. Müller: «In der BDP wurde ich gemobbt»

Peter H. Müller hat genug: Seit gestern gehört der Oberwiler Landrat der CVP an. Die BDP hat er per sofortverlassen – im Streit. Der Clinch zwischen Müller und seiner Partei reicht bis zu den Nationalratswahlen von vergangenem Herbst zurück. Nach seiner knappen Niederlage überwarf er sich mit der BDP-Führung.

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Peter H. Müller.

Peter H. Müller.

Gegenüber der bz verliert Peter Müller klare Worte: «In der BDP wurde ich gemobbt. Ich musste mir die Frage stellen, ob ich in dieser Partei weiterleben, weiterpolitisieren kann. Und die Antwort war Nein.»

Der Clinch zwischen Müller und seiner Partei reicht bis zu den Nationalratswahlen von vergangenem Herbst zurück. Nach seiner knappen Niederlage überwarf er sich mit der BDP-Führung. «Präsident Dieter Widmer nahm wegen Peter H. Müller den Hut», sagt Marie-Therese Müller. Die aktuelle Partei- und Fraktionspräsidentin bedauert einzig den Sitzverlust für die BDP: Nun sind es noch drei. Die CVP kommt neu auf neun Sitze. «Müller will immer allen sagen, wie sie etwas zu tun haben, und hat viele mit seiner absoluten Haltung vor den Kopf gestossen.» Die Reinacherin gibt dabei zu, dass gewisse Aktionen gegen Müller «wohl in Richtung Mobbing» gegangen sein könnten.

Ein weiterer Graben öffnete sich jüngst bei der Frage, wer Marie-Therese Müller als Fraktionspräsident von BDP und GLP folgen solle: Peter H. Müller oder Hans Furer (GLP). «Bis Sommer bleibe ich, dann folgt Furer für ein Jahr. Danach schauen wir weiter», kündigt Marie-Therese Müller an. Peter H. Müller freut sich derweil, sich bei der CVP «wieder auf die politische Arbeit zu konzentrieren». (mn)