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Damit sich das nicht wiederholt: Baselbieter Regierung will Hochwasserschutz verbessern

Die Stadt Laufen wäre bei einem Jahrhunderthochwasser der Birs noch immer nicht genügend geschützt, warnt die Baselbieter Regierung. Sie will das ändern.

Benjamin Wieland
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Am 3. Juni 2021 ist es exakt 14 Jahre her, als das Laufner Stedtli überschwemmt wurde.

Am 3. Juni 2021 ist es exakt 14 Jahre her, als das Laufner Stedtli überschwemmt wurde.

bz-Archiv (3. Juni 2007)

Der Baselbieter Regierungsrat will für 62 Millionen Franken den Hochwasserschutz in der Stadt Laufen verbessern. Sie hat die Landratsvorlage «Stadt Laufen – Hochwasserschutz Birs, Ausgabenbewilligung für die Realisierung» dem Parlament überwiesen.

Wie der Regierungsrat mitteilt, sei das Fassungsvermögen der Birs an vielen Stellen trotz Schutzbauten weiterhin zu klein, um ein Hochwasser, wie es alle hundert Jahre vorkomme, ableiten zu können. «Zudem besteht die Gefahr, dass sich Treibholz an den Brücken sammelt und es zu einem Rückstau kommt.»

Die Birs soll ein tieferes und breiteres Flussbett erhalten

Genau das geschah 2007, als das Laufner Stedtli, aber auch die anderen birsnahen Quartiere, stark überschwemmt wurden. Damals entstand grosser Sachschaden. Das Ereignis blieb der Bevölkerung einschneidend in Erinnerung haften. Mit den 62 Millionen Franken würden diverse Massnahmen im gesamten Siedlungsgebiet in Angriff genommen, schreibt die Regierung: das Vertiefen und Erweitern des Flussbetts, das Erstellen von neuen Dämmen und Mauern, aber auch Arbeiten an Brücken, Leitungen und Nebenbächen.

Die Gesamtkosten für die Hochwasser-Ertüchtigung werden auf 64,6 Millionen Franken veranschlagt. Da der Landrat für die Planungen 2,6 Millionen bereits gesprochen hat, verbleiben 62 Millionen Franken.