Laufen
Der Rettungsdienst des Kantonsspitals Baselland kommt bei der Stützpunktfeuerwehr Laufental unter

Die Feuerwehr errichtet einen Erweiterungsbau, in dem auch der Rettungsdienst des Kantonsspitals Baselland untergebracht sein wird. Läuft alles nach Plan, wird das neue Gebäude im Frühjahr 2023 eingeweiht.

Dimitri Hofer
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Der Rettungsdienst des Kantonsspitals Baselland erhält in Laufen einen neuen Standort.

Der Rettungsdienst des Kantonsspitals Baselland erhält in Laufen einen neuen Standort.

Kantonsspital Baselland

Der in Laufen stationierte Rettungsdienst des Kantonsspitals Baselland (KSBL) erhält ein neues Daheim: Im Frühjahr 2023 verlässt die Sanität die Räumlichkeiten an der Baselstrasse und zieht einige hundert Meter birsabwärts Richtung Zwingen. Die Mitarbeitenden werden von einem Erweiterungsbau der Stützpunktfeuerwehr Laufental aus zu Einsätzen aufbrechen.

Die Institutionen gaben gestern gemeinsam bekannt, künftig stärker zusammenzuarbeiten. In einer Medienmitteilung berichten KSBL und Stützpunktfeuerwehr über den Zeitplan:

«Das Baugesuch soll im Januar 2022 eingereicht werden.»

Bei einem optimalen Verlauf des Baubewilligungsprozesses könne nach einer achtmonatigen Bauphase die neue Rettungswache im ersten Quartal 2023 eingeweiht werden. Die Notfallorganisationen könnten nicht nur von einer gemeinsamen Infrastruktur profitieren. Auch in der Weiterbildung werde es möglich sein, Synergien zu nutzen. Das Laufner Spital ist geschlossen worden und soll im nächsten Jahr durch ein ambulantes Gesundheitszentrum ersetzt werden. Seinen Rettungsdienst hält das KSBL in Laufen aber aufrecht. Spitalsprecherin Anita Kuoni sagt:

«In der heutigen Rettungswache stossen wir von den Platzverhältnissen her an die Grenzen und die Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäss.»

Zudem habe ein Besitzerwechsel stattgefunden. «Der neue Besitzer hat Eigenbedarf angemeldet.» In Laufen umfasse der Rettungsdienst an Wochentagen tagsüber zwei sowie nachts und an Wochenenden ein Rettungswagen. Es sei nicht geplant, die Kapazitäten aufgrund des Umzugs anzupassen.

Die Stützpunktfeuerwehr Laufental um Major Markus Burger baut ihr Magazin aus.

Die Stützpunktfeuerwehr Laufental um Major Markus Burger baut ihr Magazin aus.

Gaby Walther

Stützpunktfeuerwehr erhofft sich Vorteile bei der Reform

Der Stützpunktfeuerwehr Laufental gehören Blauen, Dittingen, Laufen, Nenzlingen, Röschenz, Roggenburg, Wahlen und Zwingen an. Markus Burger, Major der Stützpunktfeuerwehr, betont:

«Das Gebäude gehört uns. Der Rettungsdienst wird eingemietet sein.»

Eine künftige Zusammenarbeit stellt er sich etwa bei der Erste-Hilfe-Ausbildung vor. Burger verhehlt auch nicht, dass er sich durch den Einzug des KSBL-Rettungsdienstes eine bessere Verhandlungsposition bei der anstehenden Baselbieter Feuerwehrreform erhoffe.

Das Projekt in Laufen ist nicht das einzige solche Vorhaben des KSBL im Kanton Baselland. In Liestal will sich das Spital mit seinem dortigen Rettungsdienst ab Frühjahr 2025 in einen Neubau der Stützpunkt- und Regionalfeuerwehr Liestal am Altmarkt einmieten.

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