Laufen
Wird die Naubrücke nun doch verlegt?

Das 62 Millionen Franken schwere Paket an Hochwasserschutzmassnahmen des Kantons hat eine weitere Hürde genommen. Dies könnte Auswirkungen auf die Naubrücke haben.

Hans-Martin Jermann
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Visualisierung neue Naubrücke Laufen (Archivbild?

Visualisierung neue Naubrücke Laufen (Archivbild?

Zvg

Die vorberatende Umweltschutz- und Energiekommission des Landrats (UEK) empfiehlt das Geschäft einstimmig zur Annahme. Dennoch kam es in der UEK zu Diskussionen, wie dem gestern publiziertem Bericht zu entnehmen ist. So wird in Laufen über eine Verlegung der Naubrücke birsabwärts Richtung Eishalle diskutiert. Der Neubau der Brücke ist wegen des Hochwasserschutzes nötig. Die Verlegung war bereits im Rahmen der Arealentwicklung Nau ein Thema; allerdings wurde Letztere vom Laufner Stimmvolk im Herbst 2016 abgelehnt.

Die Planung von Kanton und Stadt Laufen geht zwar davon aus, dass die neue Naubrücke am bisherigen Standort wiederaufgebaut wird. Dennoch steht eine zweite Variante mit neuem Brückenstandort und Verlegung der Kantonsstrasse im Raum, heisst es im Bericht. Eine Verlegung der Brücke böte raumplanerische Chancen. Klar sei aber, dass eine allfällige alternative Brücken- und Strassenführung von der Stadt Laufen entschieden werden müsse. Für das Hochwasserschutz-Projekt ist indes nicht entscheidend, wo die Brücke genau zu liegen kommt.

Diskutiert wurde in der UEK auch über das viele Aushubmaterial, das bei den Arbeiten in der Birs anfallen wird. Ein grosser Teil sei «leider nicht unverschmutzt». Das Material wird einer Siebanlage zugeführt. Ziel sei es, möglichst wenig zu deponieren und mindestens ein Drittel zu rezyklieren. Die Massnahmen sehen vor, dass die Birs auch ein Jahrhunderthochwasser in ihrem Bett aufnehmen kann. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Laufner Altstadt fünfmal – 1910, 1938, 1946, 1973 und 2007 – überflutet.

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