Laufental/Thierstein
Neue Ideen für gemeinsame Sportplätze gesucht: «Wir stehen mit unseren Überlegungen noch am Anfang»

Bei der Bewirtschaftung der defizitären Anlagen wollen Laufentaler und Thiersteiner Gemeinden zusammenarbeiten. Ab dem 1. Januar 2023 könnte die geplante regionale Struktur umgesetzt werden.

Tanja Opiasa-Bangerter
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Die Sportanlage Grien in Breitenbach.

Die Sportanlage Grien in Breitenbach.

Kenneth Nars

Angenommen, eine Gruppe Laufner Kunstturnerinnen sucht am Montagabend eine freie Turnhalle und findet keine in der eigenen Gemeinde. Eine Breitenbacher Schwimmlehrerin plant eine neue Babyschwimmgruppe und bräuchte externe Räumlichkeiten. Oder eine Thiersteiner Gemeinde will ihren skatebegeisterten Jugendlichen einen Rampenpark bauen – hat jedoch nicht das nötige Geld.

Fragen wie diesen stellen sich die Gemeinden Laufen und Breitenbach gemeinsam mit der Promotion Laufental und dem Forum Schwarzbubenland.

Gemeindeversammlungen entscheiden nächstes Jahr

Bisher lag die Hauptverantwortung bei der Wartung von Freizeitanlagen und der Umsetzung von Bedürfnissen im Sport- und Freizeitwesen bei den Gemeinden. Nun werden die Weichen für eine regionale Zusammenarbeit gestellt. Ab dem 1. Januar 2023 könnte die geplante regionale Struktur umgesetzt werden.

Der progressive Ansatz stosse auf breiten Rückhalt bei Vertretern aus Politik, Sport und Wirtschaft, betont die fünfköpfige Arbeitsgruppe gegenüber der bz. «Wir sagen ja zu einer regionalen Zusammenarbeit», steht auf dem Foto eines Zettels, der nach der ersten Projektsitzung im September online gestellt wurde. Transparent sei man, sagt der Wirtschaftsförderer Thomas Boillat. Er sei sich bewusst, dass die gemeinsame Vision vor den Gemeindeversammlungen Ende 2022 bestehen müsse. Vorher werde sie zudem operativ ausgearbeitet und unter anderem in eine geeignete Rechtsform gegossen.

Angenommen, eine Gruppe Laufner Kunstturnerinnen sucht am Montagabend eine freie Turnhalle und findet keine in der eigenen Gemeinde. Eine Breitenbacher Schwimmlehrerin plant eine neue Babyschwimmgruppe und bräuchte externe Räumlichkeiten. Oder eine Thiersteiner Gemeinde will ihren skatebegeisterten Jugendlichen einen Rampenpark bauen – hat jedoch nicht das nötige Geld.

Fragen wie diesen stellen sich die Gemeinden Laufen und Breitenbach gemeinsam mit der Promotion Laufental und dem Forum Schwarzbubenland.

Gemeindeversammlungen entscheiden nächstes Jahr

Bisher lag die Hauptverantwortung bei der Wartung von Freizeitanlagen und der Umsetzung von Bedürfnissen im Sport- und Freizeitwesen bei den Gemeinden. Nun werden die Weichen für eine regionale Zusammenarbeit gestellt. Ab dem 1. Januar 2023 könnte die geplante regionale Struktur umgesetzt werden.

Der progressive Ansatz stosse auf breiten Rückhalt bei Vertretern aus Politik, Sport und Wirtschaft, betont die fünfköpfige Arbeitsgruppe gegenüber der bz. «Wir sagen ja zu einer regionalen Zusammenarbeit», steht auf dem Foto eines Zettels, der nach der ersten Projektsitzung im September online gestellt wurde. Transparent sei man, sagt der Wirtschaftsförderer Thomas Boillat. Er sei sich bewusst, dass die gemeinsame Vision vor den Gemeindeversammlungen Ende 2022 bestehen müsse. Vorher werde sie zudem operativ ausgearbeitet und unter anderem in eine geeignete Rechtsform gegossen.

Die Projektgruppe, bestehend aus jeweils zwei Vertretern der Stadt Laufen, des Breitenbacher Gemeinderats sowie Boillat als Delegierten der Wirtschaftsförderung, sah der ersten Sitzung im September offen entgegen. 20 Interessierte, darunter SVP-Landrat Ermando Imondi, Klaus Thomas Hildesheim als Vertreter der Kampfsportvereine und Andrea Kohler vom Schwimmklub Laufen, fanden einen gemeinsamen Nenner. Kein reines Geldgefäss, sondern Raum zur Mitbestimmung wünschten sich die Delegierten, fasst Boillat zusammen.

Online-Tool zur Auslastung der Turnhallen

Denkbar sei ein Online-Tool zur Auslastung von Turnhallen, eine regionale Standortbestimmung im oben genannten Beispiel des Babyschwimmens oder finanzielle Unterstützung im Fall des Skateparks. «Wir stehen mit unseren Überlegungen noch am Anfang», sagt Boillat. Ausschlaggebend sei schliesslich das finanzielle Defizit der grossen Sportanlagen der Region. Die Auslastung der Anlagen erfolge mitunter durch Externe. «Es braucht neue Lösungen», erklärt der Laufner Stadtrat Mathias Christ.

Das Projekt wolle die regionalen Sport- und Freizeitangebote in ein überregionales Konstrukt überführen. Dahinter stecke ein Solidaritätsgedanke – aber nicht nur: Nebst den gemeinsam getragenen Kosten soll auch die Standortattraktivität der Region gestärkt werden. Gesunde Ernährung und Sport seien wichtiger denn je. Es sei die richtige Zeit für einen Schritt in diese Richtung, sagt Christ. «Wir müssen zu unserem breiten Vereinswesen Sorge tragen», sagt der Laufner, der sich von den Synergien nebst der nachhaltigen Absicherung – sowohl von Freizeitanlagen als auch des Vereinswesens – Raum für neue Ideen erhofft. Christ ist überzeugt: «Dafür sind die Mitbürgerinnen und Mitbürger bereit.»

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