Pratteln
Lehrerin soll Sex mit Schüler gehabt haben - Razzia an Pratteler Schule

Eine Lehrerin an der Pratteler Sekundarschule Erlimatt soll ein Verhältnis mit einem ihrer Schüler gehabt haben. Er war damals 17. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft hat nun Smartphones an der Schule eingesammelt, um an Beweise zu kommen.

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Schulhaus Erlimatt in Pratteln

Schulhaus Erlimatt in Pratteln

zvg

Die Baselbieter Staatsanwaltschaft hat in der Prattler Sekundarschule Erlimatt Smartphones eingesammelt. Grund: Sie wollte Material zum mutmasslichen Verhältnis einer Lehrerin zu einem zur Tatzeit 17-jährigen Schüler sicherstellen. Auskunft über den Stand der Untersuchungen gibt die Staatsanwaltschaft derzeit keine.

Die «Schweiz am Sonntag» hat vor Wochenfrist über das Lehrerinnen-Schüler-Verhältnis berichtet. Wie heikel der Fall ist, zeigen die Standesregeln des Lehrerverbandes: «Sexuelle Handlungen mit Schülerinnen und Schülern sind selbst dann strengstens verboten, wenn dazu vonseiten der Kinder oder Jugendlichen eine Bereitschaft oder gar der Wunsch vorhanden ist oder scheint. Dies gilt auch bei Lernenden über dem gesetzlichen Schutzalter, wenn die pädagogische Beziehung durch eine Abhängigkeit der Lernenden und den Reife- oder Urteilsvorsprung der Lehrperson charakterisiert ist.»

Die Lehrerin ist mittlerweile krankgeschrieben. Die Schulleitung hatte sie angezeigt, aber nicht freigestellt, weil sie die Qualität des Unterrichts nicht gefährdet sah. In internen Mitteilungen zeigt sie denn auch wenig Verständnis für die mediale Empörung.

Am Dienstag wird die Lehrerschaft über die weitere Entwicklung informiert.