Handball
Leimental verliert das Spiel in der Offensive

Leimental startet mit einer Heimniederlage gegen Horgen in die NLB-Aufstiegsrunde. Lichtblick im Angriff des Heimteams war dabei der Rückraumspieler Yanick Schläpfer, der seine Teamkollegen deutlich überragte.

Alan Heckel
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Leimental verliert das Spiel in der Offensive
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Leimentals Robin Brugger wird unsanft von Gabriel Scheer gebremst.
Routinier Tom Ryhiner (links) setzt sich gegen Daniel Schmid durch.
Leimentals Yannick Schläpfer (links) überzeugte mit seiner Entschlossenheit.

Leimental verliert das Spiel in der Offensive

Uwe Zinke/sportives.ch

An der Bushaltestelle stapelten sich die Velos, der Handball- und Basketballplatz vor der Halle war zum Parkplatz umfunktioniert worden. Die Indizien, dass in der Dreifach-Turnhalle im Binninger Spiegelfeld ein grösserer Anlass stattfand, waren am vergangenen Samstagnachmittag augenfällig. Der Schein trog nicht: Über 300 Handball-Interessierte – darunter eine beachtliche Anzahl Gästefans – pferchten sich in die Halle, um dem ersten Spiel der Aufstiegsrunde in die NLB zwischen der HSG Leimental und dem HC Horgen beizuwohnen.

Während der Rahmen stimmte, wurde die Partie der Affiche nur selten gerecht. Beiden Teams war in der Startviertelstunde die Anspannung deutlich anzumerken. So dauerte es beispielsweise fast sieben Minuten, ehe Routinier Tom Ryhiner das erste Tor für die Heimmannschaft gelang.

Zu schwache Schüsse

Mit zunehmender Dauer legte sich die Nervosität. Doch während die Zürcher das Skore auszubauen begannen, scheiterten die Baselbieter mit ihren Versuchen. «Horgen hat eben einen guten Goalie», sagte HSG-Trainer Marco Lüthi und fügte süffisant hinzu: «Für die gute Abwehrquote eines Torwarts sind stets zwei Faktoren entscheidend.» In der Tat waren Leimentals Abschlüsse in dieser Phase zumeist halbhoch und wenig platziert, sodass Dominique Anderes im Gäste-Tor nur selten vor echte Prüfungen gestellt wurde.

Leimental kam bis zur Pause zwar auf 11:13 heran, nur um kurz nach dem Seitenwechsel in die nächste offensive Schwächephase zu schlittern. Das Heimteam fing sich danach wieder, rannte aber bis zum Schluss stets einem Rückstand hinterher. Und weil Simon Maurer beim letzten Angriff die Nerven behielt, gingen die erfahrenen, mit ehemaligen NLB-Spielern gespickten Horger nicht ganz unverdient mit 23:21 als Sieger vom Platz.

Trotz der Niederlage war Lüthi hinterher mit der Leistung seiner Truppe nicht unzufrieden: «Wir haben ansprechend gespielt. Defensiv waren wir gut und die Angriffsauslösung war eigentlich auch okay.» Die Gründe für die Niederlage lagen für den Leimentaler Trainer in der Chancenauswertung: «Wir haben zu viel liegen lassen. Besonders in der ersten Halbzeit, als wir mehrere freie Würfe vom Flügel nicht gemacht haben. Diese Fehler tun weh – besonders in so einem Spiel!»

Schläpfer herausragend

Lichtblick im Angriff des Heimteams war Yanick Schläpfer. Der Rückraumspieler war punkto Dynamik, Entschlossenheit, Explosivität, Körpersprache und Treffsicherheit eine Klasse für sich und liess sein Team bis zum Schluss an einen Punktgewinn glauben. «Er hat super gespielt», lobte auch Marco Lüthi, der seine Mannschaft bis zum Derby in Möhlin am nächsten Wochenende aufrichten muss. «Wir werden uns ganz normal vorbereiten, schliesslich müssen wir nicht aufsteigen. Wir wollen in den kommenden Wochen einfach nur gut spielen und die Atmosphäre geniessen.»

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