Solarstrom
Liesberg macht bei Energiewende ernst

Die Gemeindeversammlung von Liesberg hat entschieden: Sie hat am Montagabend die Umzonung der ehemaligen Kehrichtdeponie «Hinterm Chestel» zur Errichtung einer Fotovoltaikanlage einstimmig genehmigt.

Meret Rieger
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Die Umzonung der Kelsag-Deponie in Liesberg zur Errichtung einer Fotovoltaikanlage wurde von der Gemeindeversammlung genehmigt.

Die Umzonung der Kelsag-Deponie in Liesberg zur Errichtung einer Fotovoltaikanlage wurde von der Gemeindeversammlung genehmigt.

Kenneth Nars

Die Deponie «Hinterm Chestel» ist bereits in der letzten Phase der Rekultivierung. Die Betreiberin, die Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG (Kelsag), möchte darauf eine frei stehende Solaranlage bauen. Diese soll bis zu 450 Haushalte mit Strom versorgen.

«Die Gemeinde unterstützte das Projekt von Beginn an», erklärt Gemeindepräsident Markus Wackernagel. Nicht unterstützt wurde das Anliegen bisher vom WWF Region Basel und vom Basellandschaftlichen Natur- und Vogelschutzverband (BNV). Sie kritisierten unter anderem, dass die Solaranlage auf frei stehenden Flächen gebaut wird, anstatt bestehende Infrastruktur zu nutzen, wie das der Bund im Grundsatz vorgebe. Ob die Verbände Einsprache erheben werden, sei noch nicht entschieden, sagt BNV-Präsident Robert Brügger auf Anfrage.