Biel-Benken
«Löli-Wand»: Kantonale Experten fallen der Gemeinde in den Rücken

Die «Löli-Wand» ist mit ihren geplanten sechs Metern vielen Biel-Benkemern ein Dorn im Auge. Nun räumen auch Experten vom Kanton ein, dass die Höhe der Lärmschutzwand diskutabel sei. Die Gemeinde fühlt sich vom Kanton hinters Licht geführt.

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Die Mauer könnte doch fallen. Kantonale Experten räumen ein, dass ihre Höhe von sechs Metern diskutabel sei.

Die Mauer könnte doch fallen. Kantonale Experten räumen ein, dass ihre Höhe von sechs Metern diskutabel sei.

Kenneth Nars

Die über sechs Meter hohe Lärmschutzwand entlang der Hauptstrasse könnte doch redimensioniert werden – so das Fazit nach einer Podiums-Veranstaltung von Donnerstagabend. Zu dieser hatte der Gemeinderat Experten des Kantons nach Biel-Benken geladen (die bz berichtete).

Und diese sagten – zur Überraschung der Gastgeber – die Höhe des Bauwerks sei durchaus diskutabel. Bisher war der Gemeinderat davon ausgegangen, dass die Höhe der im Volksmund «Löli-Mauer» genannten Wand nicht zur Disposition stehe.

Dementsprechend ernüchtert zeigte sich Gemeindepräsident Peter Burch am Tag danach: Er fühle sich «hinters Licht geführt», schreibt er auf Anfrage der bz. Nun bestehe Klärungsbedarf zwischen Gemeinde und Kanton.

Gegner der Wand erfreut

Erfreut ist das Aktionskomitee «Nie wieder eine Löli-Wand!», dass die Aussprache per Petition gefordert hatte. Ein Sprecher schreibt: «Die Gemeinde hätte viel mehr Spielraum gehabt» – stattdessen habe man die «Notwendigkeit dieser unseligen Mauer als gegeben akzeptiert.» Die Wand ist rund 120 Meter lang und schützt eine Neubausiedlung vor Lärm. (bwi)