Champions League
Marco Streller: «Nun wissen sie in England, dass wir gefährlich sind»

Der FC Basel sorgt in England für eine Fussball-Sensation. Für FCB-Captain Marco Streller ist nach dem Sieg klar: «Nun wissen sie auch in England, dass wir gefährlich sind». Chelsea-Trainer Mourinho ist dagegen ziemlich zerknirscht.

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Captain Marco Streller freut sich über den Sieg. «Jetzt wissen sie in England, dass wir gefährlich sind».

Captain Marco Streller freut sich über den Sieg. «Jetzt wissen sie in England, dass wir gefährlich sind».

Keystone

«Der Sieg ist schön», sagt Streller nach dem Spiel gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Es sei nicht das Verdienst eines einzelnen Spielers, sondern der ganzen Mannschaft.

Entscheidend für die Wende war das 1:1 in der 71. Minute durch Mohamed Salah. «Das war schon eine Saukiste», wie es Streller sieht.

Basel bezwingt Chelsea mit 1:0
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Mohamed Salah schiesst ein. Er trifft in die linke Ecke. Es steht 1:1.
Captain Marco Streller schreit sich die Freude aus dem Leib.
Torschütze Streller unten und das ganze Team im Freudentaumel über ihm.
Da schien es für Basel fast aussichtslos zu werden. In der 45. Minute bringt Oscar Chelsea in Führung.
Basels Diaz zieht gegen Chelseas Willian den Kürzeren.
Stocker übersprintet van Ginkel.
Trainer Murat Yakin und sein Captain: Die grosse Freude nach dem grossen Sieg.
Captain Marco Streller freut sich über den Sieg. «Jetzt wissen sie in England, dass wir gefährlich sind».

Basel bezwingt Chelsea mit 1:0

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«Kommt Jungs, wir gewinnen das»

Der FC Basel sei international abgeklärter, ja reifer geworden. In Manchester habe das Team zwar einen 0:2-Rücksstand gedreht, am Schluss aber doch noch das 3:3 hinnehmen müssen. Nun sei das nicht mehr passiert. «Wir haben gekämpft wie die Löwen».

Basel habe gemerkt, dass Chelsea verunsichert. Da habe er zur Mannschaft gesagt: «Kommt Jungs, wir gewinnen das», so Streller weiter.

Yakin und die Auswechslung

Trainer Murat Yakin ist mit dem Geboten zufrieden, aber nicht hochzufrieden. Vor allem die erste Halbtzeit hat Yakin nicht sehr gefallen. Da habe man zu schnell den Ball verloren. «Wir hatten keine Ruhe im Spiel, der Gegner konnte sich bei uns festsetzen», so der FCB-Coach. «Es ging dann plötzlich besser mit der Auswechslungen», analysierte er nach der Partie.

Nun wartet im Joggeli Schalke auf den FCB. Yakin kümmert das aber noch nicht. « Wir schauen von Spiel zu Spiel. Am Sonntag ist wieder Meisterschaft.»

«Schwer zu akzetpieren»

Zerknirscht dagegen war Mourinho. «Wir haben nicht verdient zu gewinnen», sagte er. «Wir haben auch nicht verdient zu verlieren». Basel habe das Spiel zu einem Zeitpunkt gekehrt, als Chelsea dabei gewesen sei, den Sack zuzumachen. «Das zweite Gegentor ist schwer zu akzeptieren», meinte Mourinho.

Es ist die erste Heimniederlagen von Chelsea in der Champions League seit 2011. (rsn)