SP Baselland
Martin Rüegg: «Jetzt sind wir in der Opposition»

Der ehemalige Präsident der SP Baselland, Martin Rüegg, ist enttäuscht vom Ergebnis. Die bürgerliche Zusammenarbeit habe wohl den Ausschlag für das Resultat gegeben. Nun sei die SP in Opposition - was das genau heisse, werde die nächste Zeit zeigen.

Benjamin Wieland
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Martin Rüegg, ehemaliger Präsident der SP Baselland und jetziger Landrat.

Martin Rüegg, ehemaliger Präsident der SP Baselland und jetziger Landrat.

Martin Rüegg

Martin Rüegg, Ihre erste Reaktion auf die Wahl-Schlappe?

«Der bürgerliche Block hat sich durchgesetzt. Die Zusammenarbeit unter den Bürgerlichen spielt wie zu Zeiten von Hans Rudolf Gysin. In so einem Umfeld ist es einfach unglaublich schwierig für uns. Hinzu gekommen ist, dass ein grünliberaler Kandidat (Isaac Reber, Anm. d. R.) mit den bürgerlichen mitgespielt hat und Angebote von unserer Seite her abgelehnt hat. Da ist es einfach sehr, sehr schwierig.»

Wird die SP im Landrat in die Opposition gehen?

«Da müssen wir erst einmal die Resultate der Landrats-Wahlen abwarten. Jetzt sind wir aber in der Opposition, das ist klar. Was das bedeutet, kann ich nicht sagen. Es kommt auch darauf an, wie die neue Regierung uns gegenüber auftritt.»

Wieso konnte die SP nicht einmal in ihren traditionellen Hochburgen punkten, also in den grossen Agglomerationsgemeinden? Auch dort erreichte man – wenn überhaupt – nur einen Sitz.

«Darauf habe ich gerade keine klare Antwort. Aber die Bürgerlichen haben es geschafft, dass man die Bildungspolitik als Versagen der SP interpretiert hat. Diese Strategie ist jetzt offensichtlich aufgegangen. Und die Grünen haben da, in der Person von Jürg Wiedemann, munter mitgespielt.»