Strafgericht
Milde Strafen für kläglich gescheitertes Checkbetrüger-Trio

Drei Männer erhielten bedingte Freiheitsstrafen, weil sie zwei gestohlene Checks einlösen wollten. Die Tat ist inzwischen sieben Jahre her.

Patrick Rudin
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Milde Richter (Symbolbild)

Milde Richter (Symbolbild)

Keystone

Weder die Verurteilten noch die Baselbieter Staatsanwaltschaft dürften mit dem Urteil wirklich glücklich sein, dennoch wird es vermutlich einen Schlusspunkt unter die sieben Jahre dauernden Ermittlungen setzen: Das Strafgericht in Muttenz verurteilte am Dienstag die drei wegen Checkbetrug angeklagten Männer zu bedingten Freiheitsstrafen von siebeneinhalb, neun und zehneinhalb Monaten.

Das Gericht sah die Urkundenfälschung und den versuchten Betrug als erwiesen an. Allen drei sei klar gewesen, dass sie gestohlene Checks einlösen wollten, und auch ein Erlös wäre durch drei geteilt worden, wie Gerichtspräsidentin Irène Laeuchli an der Urteilseröffnung sagte.

Weil das Strafgesetzbuch bei Betrug eine raffinierte, arglistige Täuschung verlangt, verlaufen Betrügereien gegenüber Banken strafrechtlich meist im Sande. Auch hier betonte das Dreiergericht, gerade bei Checks aus dem Ausland schauten Banken genauer hin. Doch aus der Sicht der Männer sei es möglich gewesen, dass die Bank sich zu wenig absichert und das Geld versehentlich ausbezahlt.

Unzuverlässiger Zeuge

Daher kam es hier zu einem Schuldspruch wegen versuchten Betrugs. Die Checks waren auf Beträge von 139'000 und 148'000 Euro ausgestellt. «Das Verschulden liegt eher am unteren Rand. Es war eher ein unbeholfener Versuch», kommentierte die Strafgerichtspräsidentin Laeuchli.

Das deutlich tiefere Strafmass bei einem der Männer (die Staatsanwaltschaft hatte 32 Monate verlangt) kam durch diverse formelle Freisprüche zustande: Einen Drogentransport von 700 Gram Amphetaminen konnte man ihm nicht nachweisen, weil die Aussage des einzigen Zeugen über den Hergang unzuverlässig war.

Seine Geldwechseltätigkeiten für einen mit Drogen handelnden Bauunternehmer hingegen seien zwar klar als Geldwäscherei einzustufen, doch diese Taten sind inzwischen verjährt. Die Staatsanwaltschaft war von einem schweren Fall ausgegangen, für den höhere Strafen und entsprechend auch eine längere Verjährungsfrist gelten, konnte aber nicht nachweisen, dass tatsächlich entsprechend hohe Beträge im Spiel waren.

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