Laufen
Mit dem Label Energiestadt auf Energiesparkurs

Auf Einladung des Forums erneuerbare Energien Laufental (FEEL) wurden die Gemeindevertreter für das Energiesparen mit dem Label Energiestadt sensibilisiert. Der Verein FEEL plädiert für eine effiziente Nutzung der Energie.

Jürg Jeanloz
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Erneuerbare Energie (Symbolbild)

Erneuerbare Energie (Symbolbild)

Keystone

Was landauf und landab immer wieder gepredigt wird, brachte Remo Oser, Mitglied des Vereins FEEL auf den Punkt: «Der Energieverschwendung muss Einhalt geboten werden.» Er plädierte für eine effiziente Nutzung der Energie und generell für erneuerbare Energien. Um die Laufentaler auf dieses Ziel einzuschwören, referierte der Fachmann Stephan Lingenhel über die Möglichkeit der Gemeinden, mittels eines Labels ein überdurchschnittliches Engagement für eine nachhaltige Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik zu entfalten.

Freiwilliger Weg

Das vom Bund angeschobene Programm Energie Schweiz soll die Gemeinden auf freiwilligem Weg dazu motivieren, ihre Energiepolitik zu überdenken. Mittels eines Leitbildes sollen die kommunalen Gebäude und Anlagen energetisch überprüft, die Versorgung mit Wasser, Wärme und Strom gestrafft, die Verkehrswege vereinfacht und die Bevölkerung umfassend orientiert werden. 79 mögliche Massnahmen schlägt das Label Energiestadt vor – zum Beispiel Solaranlagen, Wärmerückgewinnung, Tempo 30 usw. Die Gemeinden können selbst bestimmen, welche Massnahmen sie umsetzen wollen.

Pro Massnahme wird eine maximale Punktzahl vergeben. Wenn eine Gemeinde 50Prozent der möglichen Punktezahl erreicht, wird sie mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet. Liestal, Pratteln, Muttenz und weitere Baselbieter Gemeinden wurden bereits ausgezeichnet. Landesweit haben 284 Gemeinden das Label erhalten. Der Verein FEEL möchte nun auch die Laufentaler Gemeinden zu diesem Schritt bewegen.

Gemäss Energieberater Stephan Lingenhel lohnt sich das Engagement einer Gemeinde auf jeden Fall. Sie erkenne damit die Stärken und Schwächen der eigenen Energieversorgung, sie verfolge damit eine nachhaltige Energiepolitik, sie informiere und motiviere die Bevölkerung und die Gewerbebetriebe, sie erhöhe die eigene Standortattraktivität und sie schaffe damit auch neue Arbeitsplätze. Im Weiteren könnten die Gemeindevertreter an Fachtagungen und Kursen teilnehmen und sich mit anderen Gemeindevertretern austauschen.

Starke Argumente

Der vom Bundesrat beschlossene Ausstieg aus Atomkraftwerken, die geforderte 2000-Watt-Gesellschaft sowie die Auslandabhängigkeit von fossilen Brennstoffen seien starke Argumente für das Label. In der Diskussion wurde allerdings moniert, dass Kosten und Nutzen noch nicht richtig quantifizierbar seien.