Entscheid
Münchensteiner Gymnasium erhält U-förmigen Anbau

Der Erweiterungsbau des Gymnasiums Münchenstein soll nach Plänen der Zürcher Gérard Prêtre Architekten & Kim Strebel Architekten erstellt werden. Die Baselbieter Regierung hat den Juryentscheid bestätigt und bekanntgegeben. Der Bau soll 2019 stehen.

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Das Zürcher Architektenteam setzte sich mit seinem Entwurf namens "Jakob" gegen 33 andere Eingaben durch. Im Bild: Das Gymnasium Münchenstein (Archiv).

Das Zürcher Architektenteam setzte sich mit seinem Entwurf namens "Jakob" gegen 33 andere Eingaben durch. Im Bild: Das Gymnasium Münchenstein (Archiv).

Kenneth Nars

Der Sieger des Wettbewerbs für die Erweiterung des Gymnasiums Münchenstein steht fest: Das Projekt «Jakob» sieht einen U-förmigen Anbau vor, der nach Ansicht der Jury «das umliegende Gelände städtebaulich aufgewertet, ohne die Harmonie des angrenzenden Parks zu gefährden». Verfasser des Entwurfs ist das Architektenteam Gérard Prêtre aus Zürich und Kim Strebel aus Aarau. Prêtre erklärt gegenüber der bz, dass der Name nicht etwa wegen des nahen St. Jakob-Parks gewählt worden sei, sondern eine Hommage an den Architekten des Hauptbaus sei: Jakob Steib spielte laut Prêtre mit seiner Frau Katharina «eine nicht unwesentliche Rolle in der Schweizer Architekturgeschichte».

Die Jury, der neben Kantonsarchitekt Thomas Jung, seinem Stellvertreter Marco Frigerio und zwei externen Architekten auch Vertreter von Schule, Gemeinde und der Bildungsdirektion angehören, spürt in dem Entwurf ein Ineinanderfliessen von Aussen- und Innenraum; es würden «vielfältige Raum- und Blickbeziehungen geschaffen». Vorteile seien die hindernisfreie Verbindung auf allen Ebenen, gut platzierte und flexible Raumkonstellationen sowie grosszügige Aufenthaltszonen. Damit solle den Schülern ab 2019, wenn der Bau vollendet sein soll, eine positive Arbeits- und Lernatmosphäre geboten werden.

Das hält Rektor Gabriel Hänggi auch für «dringendst» nötig, wie er der bz sagt. Das Schulgebäude aus den 1960er-Jahren sei für eine Klassengrösse mit 16 Schülern gebaut worden; inzwischen seien die rund 900 Schüler des Gymnasiums mindestens zu vierundzwanzigst in einer Klasse. Die Zimmer müssten also vergrössert werden, wozu es den Anbau brauche.

Schule benötigt eine Mensa

Ausserdem benötige die Schule eine Mensa, sagt Hänggi, weil das Einzugsgebiet mittlerweile bis ins Laufental und Thierstein reiche. Dass es dennoch bis 2019 daure, ist laut Hänggi dem komplizierten Ablauf der ebenfalls nötigen Sanierungen geschuldet: 2016 werden die oberen Stockwerke, der sogenannte «Turm», saniert, währenddessen ein Provisorium nötig sein wird. Sobald der Erweiterungsbau fertig ist, beginnt die Sanierung im Sockel des Altbaus.

Das Bauprojekt soll nach Auskunft von Projektleiter Vinzenz Reist im Hochbauamt «umgehend» erarbeitet werden. Die Kosten werden erst noch ermittelt. Für das gesamte Projekt inklusive Vorarbeit hatte der Landrat bereits 2010 17,2 Millionen Franken gesprochen, die jedoch zwischenzeitlich vom Regierungsrat aus Spargründen sistiert worden waren. Der Entwurf «Jakob» setzte sich gegen 33 Mitbewerber durch. Alle Beiträge werden vom 17. bis 26. Februar in der Aula des Gymnasiums Münchenstein ausgestellt; sie ist frei zugänglich. (bob)