Therwil
Muslimische Familie legt Beschwerde ein: Handschlag-Affäre wird ein Fall für das Kantonsgericht

Die Rechtsvertretung der muslimischen Familie S. hat Beschwerde beim Kantonsgericht eingereicht. Damit geht die «Handschlag-Affäre» in eine neue Runde.

Bojan Stula
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Neues Kapitel in der Handschlagaffäre: Der Regierungsentscheid vom 16. Mai kommt vors Kantonsgericht. (Symbolbild)

Neues Kapitel in der Handschlagaffäre: Der Regierungsentscheid vom 16. Mai kommt vors Kantonsgericht. (Symbolbild)

KEYSTONE/EPA ISP POOL/OLIVIER DOULIERY / POOL

Die sogenannte Handschlag-Affäre von Therwil geht in die nächste Runde. Gegen den Entscheid der Baselbieter Regierung vom 16. Mai hat die Rechtsvertretung der muslimischen Familie S. Beschwerde beim Kantonsgericht eingereicht. Martin Michel, Gerichtsschreiber der Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, bestätigt entsprechende Informationen der bz, dass innert der 10-tägigen Beschwerdefrist eine Einsprache eingegangen ist.

Die Regierung hatte vor drei Wochen im Grundsatz entschieden, dass der Handschlag im Unterricht von Schülerinnen und Schülern eingefordert werden kann; dies im Rahmen der Behandlung einer früheren Beschwerde der Familie S. gegen den Entscheid des Sekundarschulrates Therwil/Ettingen vom 14. September 2016.

Die verfügten Disziplinarmassnahmen gegenüber dem Schüler N. S., der an der Sekundarschule Therwil den Handschlag verweigert hatte, wurden dagegen vom Regierungsrat wegen eines Formfehlers aufgehoben.

Laut Gerichtsschreiber Michel kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage darüber gemacht werden, wann der Fall vom Kantonsgericht in Liestal behandelt wird.