Muttenz
Es geht vorwärts mit dem Restaurant Waldhaus: Neuer Pächter soll diese Woche vorgestellt werden

Seit Monaten wartet das Waldhaus im Hardwald auf einen neuen Wirt. Auch die angekündigten Bauarbeiten sind bisher ausgeblieben. Nun aber gehts es vorwärts: Im Sommer sollen bereits wieder Gäste empfangen werden.

Larissa Gassmann
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Noch tut sich hier nichts: das geschlossene Restaurant Waldhaus in Muttenz.

Noch tut sich hier nichts: das geschlossene Restaurant Waldhaus in Muttenz.

Roland Schmid

Wo sonst Kinderlachen, klirrende Gläser und das Geklapper von herumgereichten Tellern zu hören sind, herrscht Stille und gähnende Leere: Obwohl Restaurants im Aussenbereich wieder Besucher empfangen dürfen, bleiben die Tore des beliebten Ausflugsziels «Waldhaus» in Muttenz geschlossen.

Der Grund? Nachdem Wirt Gilbert Stähli per Ende 2020 nach über vierzig Jahren seinen Rückzug beschlossen hatte, stand noch kein Nachfolger in den Startlöchern. Wie die Bürgergemeinde der Stadt Basel alsEigentümerin Anfang Dezember bekanntgab, vermochte sie zwar «trotz Coronakrise einen geeigneten Pächter für das Waldhaus gewinnen» – noch wurden damals aber nicht alle Details ausgearbeitet, es bestand lediglich eine Grundsatzvereinbarung zwischen den beiden Parteien.

Geplant ist zudem eine grosse Sanierung und Neuausrichtung, bevor wieder Leben in die Räumlichkeiten zurückkehren soll. Derzeit aber prangt bloss ein grosses Banner der Securitas mit der Aufschrift «Areal bewacht» vor der Lokalität. Viele Spaziergängerinnen und «Hündeler» sehnen sich längst nach dieser Einkehrmöglichkeit und fragen sich, warum das Areal so lange schon verwaist ist. So führte Stähli bereits Ende März einen Liquidationsverkauf von Inventar und Weinkeller durch, wie ein Schild an der Tür verrät.

Diese Woche soll es endlich vorwärtsgehen

Immerhin: Wie Bürgerratspräsident Lukas Faesch auf Anfrage der bz Basel bestätigt, ist die Frage nach einem Nachfolger mittlerweile geklärt. Ein entsprechender Vertrag wurde nun unterschrieben. Wer genau sich dem Waldhaus annimmt, wird zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht kommuniziert. Noch müssten zwei, drei Sachen abgeklärt werden, so Faesch. Publik gemacht werden soll das Ganze aber noch diese Woche. Starten sollen dann auch die Bauarbeiten. Geplant ist nicht weniger als eine «tiefgreifende Sanierung», wie die Bürgergemeinde bereits im vergangenen Jahr verlauten liess.

Das Waldhaus wird bald für 7,72 Millionen Franken umgebaut.

Das Waldhaus wird bald für 7,72 Millionen Franken umgebaut.

Roland Schmid

Der Lage am Rhein will man dabei mit einem grossen Aussenbereich mit Angeboten wie einer Buvette, einer bedienten Terrasse und einer bespielbaren Veranda gerecht werden. Das Investitionsvolumen für das ganze Vorhaben beträgt 7,72 Millionen Franken. Unabhängig vom Stand der Bauarbeiten wurde ab diesem Sommer ein gastronomisches Angebot im Aussenbereich angekündigt. «Das ist nach wie vor aktuell. Wir achten darauf, dass es dann eine Teilöffnung gibt», sagt Faesch. Auch am finanziellen Rahmen und den Plänen selbst habe sich nichts geändert.

Die Federführung beim Umbau hat der Architekt Rolf Stalder inne. Komplett saniert werden sollen auch die Haustechnik, Elektroanlagen und sanitären Einrichtungen. Vom Bürgerrat bewilligt wurde das Gesamtprojekt Waldhaus unter der Bedingung, dass die Zusammenarbeit mit dem Pächter längerfristig Bestand hat und das Ganze nicht durch die Pandemie verunmöglicht wird. «Der effektive Umbau beginnt erst nach Wegfall dieser Bedingung», hiess es dazu in der entsprechenden Medienmitteilung.