Kündigung
Nächster Spitzenarzt kehrt Kantonsspital Liestal den Rücken

Christoph A. Maurer, Chefarzt der Chirurgie, verlässt das Liestaler Kantonsspital nach Ablauf seiner sechsmonatigen Kündigungsfrist. Maurer will sich selbstständig machen. Sein Abgang reiht sich in eine lange Liste von Weggängen ein.

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Der Chefarzt der Chirurgie, Christoph A. Maurer, verlässt als nächster Top-Arzt das Kantonsspital Baselland. (Symbolbild)

Der Chefarzt der Chirurgie, Christoph A. Maurer, verlässt als nächster Top-Arzt das Kantonsspital Baselland. (Symbolbild)

Keystone

Dank ihm hat Liestal die Erlaubnis für Spitzenmedizin erhalten, jetzt hat er gekündigt. Professor Christoph A. Maurer, seit 2002 Chefarzt der Klinik für hoch spezialisierte Viszeral- und Onko-Chirurgie am Kantonsspital Liestal, hat seine Kündigung eingereicht. Nach Ablauf seiner sechsmonatigen Kündigungsfrist verlässt der Chef-Chirurg das Kantonsspital.

Maurer will sich selbstständig machen und im Raum Liestal eine Privatpraxis eröffnen, wie die «Basler Zeitung» berichtet. Nähere Auskuft wollte Maurer nicht erteilen.

Für grössere Eingriffe weicht Maurer auf die Hirslanden-Site Klinik in Bern aus, welche nach dem Belegarztsystem arbeitet.

Abgänge über Abgänge

Bereits vor Jahresfrist verliessen Professor Reto Krapf (Chefarzt der medizinischen Universitätsklinik am Bruderholz), Professor Niklaus F. Friedrich (Orthopädie-Chefarzt des Bruderholz) und Nicole Bürki (Chefärztin der Frauenmedizin in Liestal) das Kantonsspital. Hinzu kamen die vier Kündigung der leitenden Orthopäden am Bruderholz im Sommer.

Doch der Abgang von Maurer ist weitaus gravierender: Ohne ihn droht das Kantonsspital die Erlaubnis für hochspezialisierte Eingriffe zu verlieren.
(cfe)