Pensionskasse
Nein-Komitee-Mitglied Hanspeter Weibel schiesst scharf an BLPK-Podium

SVP-Landrat und «Nein zur Luxussanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK)»-Komitee-Mitglied Hanspeter Weibel organisierte gestern Abend eine Podiumsdiskussion zur Abstimmung vom 22. September. Die Gegner waren in der Mehrheit.

Michael Nittnaus
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Komitee «Nein zur Luxussanierung BLPK», von links: Mike Keller, Präsident Gewerbeverein Binningen-Bottmingen, FDP; Hanspeter Weibel, Landrat SVP; Gerhard Schafroth, Landrat GLP.

Komitee «Nein zur Luxussanierung BLPK», von links: Mike Keller, Präsident Gewerbeverein Binningen-Bottmingen, FDP; Hanspeter Weibel, Landrat SVP; Gerhard Schafroth, Landrat GLP.

Kenneth Nars

Auf jedem Stuhl in der Aula des Bottminger Burggartenschulhauses lag gestern Abend ein roter Flyer: jener des Komitees «Nein zur Luxussanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK)». Das verwunderte nicht, war doch der Organisator der Podiumsdiskussion zur Abstimmung vom 22. September SVP-Landrat und Nein-Komitee-Mitglied Hanspeter Weibel.

Vor allem Gegner

Auch waren die Gegner der Vorlage in der Mehrheit. Neben Weibel sassen Komitee-Kollege und GLP-Landrat Gerhard Schafroth sowie der offen kritisch eingestellte Pensionsversicherungsexperte Martin Wechsler auf dem von Markus Somm, Chefredaktor der «Basler Zeitung», geleiteten Podium.

Auf der Seite der Befürworter der Sanierungsvorlage sassen Finanzdirektor Anton Lauber sowie SP-Landrätin Regula Meschberger, die die Vorlage in der Personalkommission mit ausgearbeitet hat. Den knapp 80 Zuhörern wurde schnell klar: Diese Vorlage ist kompliziert.

«Man muss hier ganz filigran zuhören», mahnte denn auch Lauber. Die Pro- und Kontra-Argumente widersprachen sich oft diametral. Die Gegner sprachen von Luxus, die Befürworter von Durchschnitt. Die einen von Gesamtkosten von fünf Milliarden Franken, die anderen von deren 2,3.

Immerhin einigte man sich darauf, dass die genauen Kosten erst später definitiv feststehen, da die Entwicklung des Marktes nicht vorhergesehen werden kann.

Schweres Geschütz gegen Mantras

Besonders scharf schoss bei seinem Heimspiel Weibel. Er versuchte es gar auf der psychologischen Ebene: «Herr Lauber wird langsam unruhig, weil er merkt, dass es doch nicht so günstig wird, wie er dachte.» Dieser liess sich nicht auf die Provokationen ein und wiederholte stattdessen mantraartig: «Loch bleibt Loch. Wir müssen jetzt handeln. Sonst wird die Deckungslücke jedes Jahr grösser.»

Am Ende schien das Gros der Zuhörer dem Gastgeber zu folgen. So erntete ein Votant Applaus, der die Leistungen der BLPK als zu hoch kritisierte. Auch interessierte mehrere Besucher, warum der Kanton mit der Sanierung denn überhaupt so lange zugewartet habe.

Darauf hatten dann selbst die redseligen Podiumsteilnehmer keine wirkliche Antwort.