Sissach
Neue Ställe für die Tiere auf dem Bio-Gutshof Ebenrain

Das Landwirtschaftliche Zentrum Ebenrain stellte gestern neue Ställe vor, in denen seit Anfang Jahr die Hühner, Schweine, Kühe und Pferde des Gutsbetriebs leben. Nun ist der Hof wieder gut auf die neuen Bio-Richtlinien ausgelegt.

David Egger
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Kinder lieben die Nähe zu den Tieren. Rund 7 000 Gäste kamen nach Sissach an den Ebenraintag.

Kinder lieben die Nähe zu den Tieren. Rund 7 000 Gäste kamen nach Sissach an den Ebenraintag.

Nicole Nars-Zimmer

Seit Anfang Jahr muhen auf dem Gutsbetrieb des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain zehn Kühe mehr als vorher, nämlich 40 statt 30. Der dafür nötige Ausbau des Kuhstalls und des Melkstands hat zum einen wirtschaftliche Gründe. «Beim gegenwärtig sinkenden Milchpreis braucht es grössere Herden, damit die Produktion rentiert. Mit der neuen Herdengrösse kann der Gutsbetrieb auch in Zukunft wirtschaftlich Milch produzieren», sagt Lukas Kilcher, der das Landwirtschaftliche Zentrum Ebenrain in Sissach leitet.

Ein anderer Grund für die Neubauten sind verschärfte Bio-Richtlinien. Dazu Kilcher: «Seit 2010 konnten wir die neuen Anforderungen nur mit grossem zeitlichem Aufwand einhalten.»

Geschätzte 7000 Personen schauten am gestrigen Ebenraintag die neuen Ställe des Bauernhofs an. Dabei sahen die Besucher auch 2 Pferde, 40 Mastschweine und 200 Hühner. Diese Tiere leben seit Anfang Jahr ebenfalls in neuen Ställen. Biologisch geführt wird der Gutsbetrieb schon seit 1971. «Die Neubauten sind ein Meilenstein in der Geschichte des Ebenrains», sagt Kilcher. Ein Meilenstein, der für die praktische Ausbildung der Landwirtschaftslehrlinge eine wichtige Rolle spiele, wie Kilcher betont. «Wir sind bestrebt, unsere Infrastruktur aktuell zu halten, damit wir in der Ausbildung der Landwirte auf dem neusten Stand sind.»

Die Stellung als Ausbildungsbetrieb ist auch der Grund dafür, dass auf dem Ebenrain gleich vier verschiedene Arten Nutztiere gehalten werden. «Wir wollen den künftigen Bauern und der Bevölkerung auch die Vielfalt zeigen. Gerade für Bauernhöfe in Agglomerationsnähe ist zum Beispiel die Haltung von Reitpferden eine wichtige Einnahmequelle», so Kilcher.

Für die Zukunft erwartet Kilcher für den Gutsbetrieb Ebenrain kein allzu grosses Wachstum mehr: «Die Kuhherde können wir mit der verfügbaren Fläche nicht mehr vergrössern, da wir die Kühe hauptsächlich aus eigenem Anbau füttern.» Und so zeigten die Kühe gestern nicht nur ihren Stall, sondern auch, wie sie Baselbieter Heu fressen.