Rheinfelden
Niedrigwasser: Einige Turbinen und Generatoren stehen still

Der Rhein führt derzeit extrem Niedrigwasser. Dies bedeutet für die Kraftwerke, dass ihre Stromproduktion rapide gesunken ist. Die Kraftwerksleiter sehen aber auch Vorteile.

Peter Rombach
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In Ryburg-Schwörstadt mit einer installierten Leistung von 120 Megawatt laufen nur noch drei Maschinensätze, allerdings mit verminderter Leistung. «Die Stromproduktion musste auf knapp die Hälfte reduziert werden», stellt Kraftwerkleiter Paul Haller fest. Er kann der Situation auch Positives abgewinnen: Eine Maschine wurde schon vom Netz genommen und befindet sich jetzt in der Revision. «Wir nutzen die Zeit des Niedrigwassers für wichtige Arbeiten.»

Im neuen Rheinfelder Kraftwerk wären zwar alle vier Maschinensätze einsatzbereit, doch fordert auch hier der Rhein seinen Tribut. Lediglich zwei Einheiten speisen derzeit ins Stromnetz ein. «Wir fahren Teillastbetrieb», bestätigt Projektleiter Helmut Reif. Derzeit liessen sich etwa 290 Kubikmeter Wasser pro Sekunde verarbeiten. Im Bereich der abgeschalteten Maschinen gebe es nochmals die Chance für Inspektionen.

So ganz ungelegen kommt auch ihm das Niedrigwasser nicht. Wo einst der Eisensteg über den Fluss führte und noch ein Pfeiler emporragt, mussten Arbeitsplattformen aufgeschüttet werden, um Baggerarbeiten ausführen zu können. Reif spricht von 35000 Kubikmeter Fels und Geröll, die nach Abschluss der Sprengarbeiten herausgeholt werden müssen, um die Abströmungsverhältnisse zu optimieren. Bei Hochwasser wäre alles viel schwieriger geworden. Projektleiter Reif rechnet damit, Ende März die Baggerarbeiten vollendet zu haben. «Dann sind wir mit dem Rheinbett fertig.»