Neue Struktur
Nordwestschweizer Milchverband Miba wird zur Genossenschaft

Die Miba-Delegierten beschlossen, den Verband in eine Genossenschaft umzuwandeln. Dadurch können künftig Milchproduzenten an Generalversammlungen teilnehmen. Zudem werden die 14 Wahlkreise auf 8 und der Vorstand von 15 auf 10 Mitglieder reduziert.

Michael Nittnaus
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Diese Kühe dürfte es wenig kümmern, dass sie ihre Milch nun nicht mehr einem Verband, sondern einer Genossenschaft spenden.

Diese Kühe dürfte es wenig kümmern, dass sie ihre Milch nun nicht mehr einem Verband, sondern einer Genossenschaft spenden.

ZVG

Der Verband war einmal: Gestern Mittwoch haben die Delegierten des Milchverbands Nordwestschweiz (Miba) in Möhlin eine umfassende Statutenrevision abgesegnet. Damit wird die Miba zur Genossenschaft, wie sie mitteilt. Ihr oberstes Organ ist die Generalversammlung. Durch die Reduktion von 14 auf 8 Wahlkreise verkleinert sich auch der Vorstand von 15 auf 10 Mitglieder, je einem pro Kreis sowie für die Biomilch- und die Käsereimilchproduzenten. Präsidiert wird er für weitere vier Jahre vom Aargauer Daniel Schreiber.

Der neue Vorstand:

  • Kreis 1 Daniel Schreiber, Wegenstetten AG
  • Kreis 2 Thomas Aregger, Läufelfingen BL
  • Kreis 3 Remo Siegenthaler, Niederbipp BE
  • Kreis 4 Christian Jäggi, Biel-Benken BL
  • Kreis 5 Josef Steiner, Horriwil SO
  • Kreis 6 Fredy Allemann, Tavannes BE
  • Kreis 7 Boris Beuret, Corban JU
  • Kreis 8 Daniel Studer, Lugnez JU
  • Biomilch Christian Banga, Münchenstein BL
  • Käserei Roger Frossard, Les Pommerats JU

Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Paul Frey (Asp, AG), Roland Nussbaumer (Wisen/SO), Urs Saner (Beinwil, SO), Christoph Thomann (Niederdorf/BL) und Marc Tobler (Montagne de Moutier/BE). Eine Geschäftsleitung löst die bisherige Verbandsleitung ab. Der bisherige Direktor Christophe Eggenschwiler sichert die operative Führung der Miba.

Verändertes Umfeld Grund für Revision

Die Statuten der Miba wurden das letzte Mal vor über zehn Jahren grundsätzlich revidiert und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen, wie es in der Mitteilung heisst. Es brauche heute schlankere Gremienstrukturen und mehr Entscheidungsflexibilität. Durch die Genossenschaftsform soll zudem das Verbandsvermögen - Beteiligungen und Liegenschaften - geschützt werden.

Die Zahl der Wahlkreise wurde auch wegen des «veränderten Umfelds» reduziert. So habe sich die Anzahl der Milchproduzenten in den letzten Jahren kontinuierlich verringert und Milchgenossenschaften hätten sich aufgelöst. Zudem hätten sich die Milch-Landwirte stärker spezialisiert. Die neuen Kreise orientieren sich deshalb auch an den Milchmengen pro Gebiet und der Milchsorte, also Bio- oder Käsereimilch.