Lichternacht
Erster Grossanlass in Liestal: Nur mit Zertifikat ins Stedtli

Am Freitag und Samstag wird das Törli im Liestaler Stedtli erleuchten. Mehr als 1000 Besuchende werden pro Abend erwartet. Nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf teilnehmen.

Kelly Spielmann
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Lichtshow Probe am Donnerstagabend.

Lichtshow Probe am Donnerstagabend.

Nicole Nars-Zimmer

Fasnacht, Chienbäse, Banntag: sie alle wurden dieses Jahr ab-gesagt. In den vergangenen 18 Monaten lag Liestal still, was die stadttypischen Anlässe betrifft. Dieses Wochenende ändert sich das: Am Freitag- und Samstagabend findet die Liestaler Lichternacht statt, der erste Grossanlass seit Beginn der Corona-Pandemie. Über 1000 Besuchende werden sowohl am Freitag als auch am Samstag erwartet ­– während des Events gilt auf dem Festareal Zertifikatspflicht, das Stedtli wird deshalb teilweise gesperrt.

«Wir freuen uns auf die erste Lichternacht. Ohne entsprechendes Sicherheitskonzept würde die Veranstaltung aber nicht stattfinden», erklärt Stadtpräsident Daniel Spinnler, der auch im Organisationskomitee der Lichternacht sitzt, die Zer-tifikatspflicht und die damit zusammenhängende Sperrung. Denn: «Die Veranstalter sind auch dafür verantwortlich, dass sich um den eigentlichen Perimeter des Fests keine Menschenansammlungen bilden.» Die Lichtshow, die ans Törli projiziert wird, sei bereits von Weitem sichtbar. Und laut BAG dürfen Grossanlässe mit mehr als 1000 Teilnehmenden nur Geimpfte, Genesene oder Getestete besuchen. Nur so sei auch die kantonale Bewilligung erteilt worden.

Vier Eingänge für Kontrollen

Der Festperimeter geht nun von der Rathausstrasse 37 – auf Höhe von «Die Zahnärzte» – bis zum Törli, wie OK-Präsident Silvan Schweizer erklärt. Mit der Türöffnung um 19 Uhr beginnt auch die Sperrung dieses Strassenabschnitts. Es gibt vier Eingänge, an denen die Zertifikate geprüft werden, so Schweizer weiter. Der Haupteingang befindet sich in der Rathausstrasse, weitere Eingänge sind bei der Salzgasse, der Küffi-Gasse und beim Törli zu finden. Nach Ende des Programms – am Freitag um 24 Uhr, am Samstag um 2 Uhr – ist das Stedtli wieder frei zugänglich. «Natürlich wird die Bewegungsfreiheit leicht ein- geschränkt», sagt Spinnler. «Aber die Veranstalter sind an die BAG-Richtlinien gebun- den. Ausserdem gab es auch schon früher Veranstaltungen, bei denen Teile der Rathausstrasse eingeschränkt zugänglich waren.» Man habe darauf geachtet, dass der Durchgang erst nach dem Ende der Ladenöffnungszeiten gesperrt wird und man der Eröffnung der Genusswochen nicht in den Weg kommt – «wir wollen, dass auch das lokale Gewerbe davon profitiert und gerade in der aktuellen Lage etwas ermöglichen, das der Bevölkerung Freude bereitet.» Es sei ausserdem wichtig, dass regelmässig stattfindende Anlässe langsam wieder planbar würden – «um den Drive zu behalten», so Spinnler.

Konzerte, Lichtshow und Openair-Party

Dass sich die Bevölkerung über die Sperrung der Rathausstrasse ärgert, können sich Spinnler und Schweizer nicht vorstellen. Auf die Zertifikatspflicht habe sich ein Grossteil der Bevölkerung aus den Erfahrungen bei anderen Anlässen wie beispielsweise Fussballspielen bereits eingestellt, findet Schweizer. Und fügt an: «Uns erreicht vorwiegend positives Feedback zur Vorfreude, dass wieder ein Anlass im Stedtli stattfinden kann.»

Die Lichtshow, die an den beiden Abenden insgesamt sieben Mal gezeigt wird, stammt von Brigitte Roux – sie ist in Bern für die Lichtshow «Rendez-vous Bundesplatz» zuständig und hat das Törli bereits am Stadtfest 2019 beleuchtet. Zwischen den jeweils 15 Minuten dauernden Lichtprojektionen auf dem Törli treten am Freitag die Jazz Band der Regionalen Musikschule Liestal, die Guggenheim Musikschule, die Guggenheim Allstar Band und die Guggenheim Impro Experience auf. Am Samstag folgen Darbietungen von Filet of Soul, Move in Arts und Bieranjas. Den Abschluss bildet die Openair-Disco «Liestal tanzt». Auch die Party wurde am Stadtfest 2019 schon durchgeführt.

Diese Erfahrungen seien für den diesjährigen Anlass ein Vorteil, so OK-Präsident Schweizer. Man sei gut vorbereitet. Und: «Wir freuen uns, trotz der aktuellen Ausgangslage ein kulturelles Highlight bieten zu können.»

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