Öffentlicher Verkehr
Für das U-Abo fällt Olten aus dem Rahmen

Die Baselbieter Regierung winkt ab: Das U-Abo wird auf der «Läufelfingerli»-Linie auch künftig nicht bis Olten gültig sein.

Simon Tschopp
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Auf der S9 gilt das U-Abonnement auch weiterhin nur zwischen Sissach und Läufelfingen.

Auf der S9 gilt das U-Abonnement auch weiterhin nur zwischen Sissach und Läufelfingen.

Boris Burkhardt (Läufelfingen, 13.12.2020)

Bahnfahrten in der S9 von Läufelfingen nach Olten oder zurück mit dem U-Abonnement des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) werden auch in Zukunft nicht möglich sein. Dies schreibt die Baselbieter Regierung auf ein Postulat von SVP-Landrätin Susanne Strub.

Der Regierungsrat stützt sich auf eine Studie über die finanziellen Auswirkungen, wenn der Geltungsbereich des U-Abos generell bis Olten erweitert würde. Dies zöge Einnahmenausfälle und somit Mehrkosten von 4,5 bis 6 Millionen Franken für die Besteller nach sich. Der Vorstand des TNW hat die Resultate der Studie unter die Lupe genommen. «Die Haltung des Vorstands war klar. Eine Erweiterung der Gültigkeit des U-Abos auf der Linie S9 wird weiterhin abgelehnt», erklärt die Regierung. Eine Ausweitung bis Olten könnte als Präjudiz gelten und weitere Forderungen auslösen, wird befürchtet. Zudem widersprächen Einzellösungen für Linien wie die S9 dem Verbundgedanken.

Eine derartige Erweiterung kommt ohne das Einverständnis des TNW nicht zustande. Sie benötigt den einstimmigen Beschluss des Vorstands und gegebenenfalls auch der Vollversammlung. Ein Baselbieter Alleingang ist nicht umsetzbar.