Basel
Rund 200 Demonstrierende an Palästina-Demo: Situation ist friedlich

Aus Angst vor antisemitischen Angriffen und Parolen äussern sich auch Basler und Baselbieter Politiker auf Twitter gegen die angekündigten Palästina-Demonstrationen.

Kelly Spielmann
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Zwei Palästina-Demonstrationen sollen dieses Wochenende stattfinden: Eine heute Freitag um 19 Uhr auf dem Barfüsserplatz, wie «Basel Nazifrei» auf Twitter schreibt. Eine weitere Demonstration soll morgen Samstagnachmittag auf dem Barfi stattfinden.

Beim Barfi versammelten sich heute Freitag kurz vor 19 Uhr schon einige Demonstrierende, Die Polizei steht am Kohlenberg bereit:

Kurz vor 19 Uhr auf dem Barfi.

Kurz vor 19 Uhr auf dem Barfi.

Fabian Schwarzenbach

Um 20 Uhr befinden sich rund 200 Demonstrierende auf dem Barfüsserplatz, formieren sich zu einem Zug und gehen Richtung Dreirosen. Einige Böller werden gezündet, die Situation bleibt aber friedlich. In der Innenstadt verkehren aufgrund der Demonstration die Trams nicht mehr.

Rund 200 Demonstrierende haben sich versammelt.

Rund 200 Demonstrierende haben sich versammelt.

Fabian Schwarzenbach
Der Zug bewegt sich Richtung Dreirosen.

Der Zug bewegt sich Richtung Dreirosen.

Fabian Schwarzenbach

Politiker fordern Verhinderung der Demonstrationen

Die Israelitische Gemeinde Basel (IGB) warnte am Freitag seine Mitglieder. In einem Brief an diese hiess es, man solle den Barfüsserplatz während der Demonstrationen aus Sicherheitsgründen grossräumig meiden, wie die Basler Zeitung schreibt. Die IGB werde «gegebenenfalls nötige Massnahmen einleiten». Auch sei man mit der Polizei in Kontakt.

Doch nicht nur die IGB ist besorgt – der Aufruf der IGB sorgt auch bei Basler Politikern für Angst vor Angriffen auf die jüdische Gemeinschaft. So schreibt beispielsweise SVP-Grossrat Pascal Messerli:

Er spricht damit jüngste Vorfälle aus Deutschland an, wo Menschen mit palästinensischen Flaggen vor einer Synagoge antisemitische Parolen ausriefen.

Auch der Baselbieter FDP-Landrat Marc Schinzel zeigt sich auf Twitter besorgt. Solche Demos seien ohne Wenn und Aber zu verhindern.

«Basel Nazifrei» schreibt derweil auf Twitter zur Demonstration: «Gegen Besatzung, Staatsterrorismus, Krieg – und gegen Antisemitismus!»