Parkplätze
Widerstand an Wettsteinallee: Parkplatznot drückt zusehends aufs ganze Quartier

Gegen die Neugestaltung der Basler Wettsteinallee, einer der Ausfallstrassen nach Riehen, regt sich Widerstand. Insbesondere die ersatzlose Aufhebung der insgesamt 32 Parkplätze drücke auf die ohnehin schon drängende Parkplatznot im Quartier.

Andreas Schwald
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Das Parking beim Landhof (vorne) wird gar nicht erst gebaut und auch das Messeparking (Bildmitte) wird künftig kleiner: Verschwinden nun weitere 32 Allmend-Parkplätze, wird es eng für Parkplatzsuchende im Wettstein-Quartier.

Das Parking beim Landhof (vorne) wird gar nicht erst gebaut und auch das Messeparking (Bildmitte) wird künftig kleiner: Verschwinden nun weitere 32 Allmend-Parkplätze, wird es eng für Parkplatzsuchende im Wettstein-Quartier.

Bild: Andreas Schwald

Eine breitere Velospur, mehr Rabatten und Bäume – aber dafür 32 Parkplätze weniger auf der Allmend: Das sind die Pläne für die Umgestaltung der Wettsteinallee, die derzeit das Planauflageverfahren durchlaufen. Das Auflageverfahren dauert noch bis zum 14. Februar. Nun regt sich Widerstand im Quartier: Alle Parkplätze auf der insgesamt gut 450 Meter langen Strecke einfach zu streichen, das sei zu viel, sagt Hauseigentümer Emil Rysler gegenüber der bz. Dies hielt er auch in einem Schreiben an Medien und Politiker fest.

Insbesondere in einem Quartier, wo Parkiergelegenheiten – egal ob ober- oder unterirdisch – zunehmend Mangelware seien, werde dies für Anwohnende problematisch: «Das Landhofparking wurde abgelehnt, das Messe-Parkhaus wird erst abgerissen, dann redimensioniert, und das provisorische Roche-Parking wird wieder zurückgebaut.» Die Debatte um die Parkplätze an der Wettsteinallee ist mittlerweile ein Dauerbrenner der Basler Politik; schon 2016 wurde im Grossen Rat intensiv über die Ausgestaltung dieses Strassenzuges gestritten.

Blick in die Wettsteinallee: Noch ist Parkieren entlang der Strasse möglich, nach der Umgestaltung nicht mehr. Im Vordergrund der heute als verhältnismässig schmal geltende Velostreifen.

Blick in die Wettsteinallee: Noch ist Parkieren entlang der Strasse möglich, nach der Umgestaltung nicht mehr. Im Vordergrund der heute als verhältnismässig schmal geltende Velostreifen.

Bild: Nicole Nars-Zimmer

Zu radikale Streichung

Tatsächlich erfolgt die Streichung der Parkplätze ersatzlos, unbesehen der Tatsache, dass eine Realisierung von Quartierparkings eher in ferner denn naher Zukunft liege. Der Kanton kennt keine Pflicht für Kompensationsflächen. Dafür wird die heute etwa 1,6 Meter breite und damit laut Kanton mittlerweile zu schmale Velospur auf 2,4 Meter verbreitert.

In Kombination mit der Aufhebung von Parkiergelegenheiten sei dies zusätzlich kritisch, entgegnet Hausbesitzer Rysler: Lieferdienste und andere Tür-zu-Tür-Services müssten dann zum Beispiel auf dem Velostreifen anhalten, was das Gefahrenpotenzial auf der Strasse wiederum erhöhe.