Parkplatzmisere
Muttenzer Gemeinderat denkt über die Einführung einer flächendeckenden Anwohnerparkkarte nach

Auch in Muttenz werden freie Parkplätze in der weissen Zone immer seltener – besonders entlang der Tramlinien. Um das Problem anzugehen, will der Gemeinderat der Gemeindeversammlung nächstes Jahr einen Vorschlag für eine Parkraumbewirtschaftung machen.

Tomasz Sikora
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Denkt über eine flächendeckende Einwohnerparkkarte in Muttenz nach: Gemeinderätin Doris Rutishauser (FDP).

Denkt über eine flächendeckende Einwohnerparkkarte in Muttenz nach: Gemeinderätin Doris Rutishauser (FDP).

Roland Schmid / zvg

Die Fülle an unterschiedlichen Parkregimen ist in der Agglomeration Basel riesig. Während in Allschwil gratis parkiert werden kann, kostet die Anwohnerparkkarte in Pratteln 500 Franken pro Jahr.

Seit der Stadtkanton 1992 eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt hat und die weisse Zone im Verschwinden begriffen ist, parkieren Pendler immer öfter gratis in den weissen Zonen der umliegenden Gemeinden, um mit dem öffentlichen Verkehr in die Stadt zu fahren und sich so die Parkgebühren zu sparen.

Kommenden Sonntag stimmt deshalb Allschwil zum zweiten Mal innert weniger Jahre über die Einführung einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung ab.

Parkierdruck nimmt weiter zu

Gemeinden wie Aesch und Muttenz verfügen bisher über keine Anwohnerparkkarte. Lediglich das regelmässige nächtliche Parkieren ist hier gebührenpflichtig. Pendler, die abends wieder wegfahren, sind davon entsprechend nicht betroffen.

In Aesch ist das auch kein Problem, wie Marco Dähler, Leiter öffentliche Sicherheit in Aesch, erklärt: «Wir haben in Aesch noch kein Parkplatzproblem mit Pendlern.»

Anders ist die Situation in Muttenz, wo der Parkierdruck besonders entlang der Tramlinien steigt. Wie in Allschwil und anderen umliegenden Gemeinden führe das dazu, dass die Anwohnerschaft immer öfter keine freien Parkplätze in der weissen Zone finde, sagt Gemeinderätin Doris Rutishauser:

«Entsprechende Reklamationen aus der Bevölkerung erhalten wir immer wieder.»

Abhilfe schaffen könnte die Einführung einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung, in deren Rahmen eine Anwohnerparkkarte eingeführt würde. Genau darüber und über eine entsprechende Preisgestaltung macht sich der Gemeinderat laut Rutishauser im Rahmen einer Anhörung Gedanken: «Ein Vorschlag soll der Gemeindeversammlung im kommenden Jahr vorgelegt werden.»

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