Rechtsstreit
Patientin zeigte alt Regierungsrat Zwick an – Anzeige wird nun abgewiesen

Weil ihr die Folgen von Schmerzmitteln nicht bekannt waren, hat eine Patientin mehrere Staatsangestellte aus der Baselbieter Gesundheitsdirektion angezeigt – unter anderem den verstorbenen Regierungsrat Peter Zwick. Nun wurde ihre Anzeige abgewiesen.

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Eine Anzeige gegen den mittlerweile verstorbenen Regierungsrat Peter Zwick wird nicht weiter verfolgt.

Eine Anzeige gegen den mittlerweile verstorbenen Regierungsrat Peter Zwick wird nicht weiter verfolgt.

Nicole Nars-Zimmer

Sie führte ein Kampf David gegen Goliath: Die 35-jährige Danojla Brandt glaubt, dass der Kanton Baselland Schuld an ihrer mittlerweile überwundenen Drogensucht trägt. Sie hat mehrere leitende Angestellte aus der Baselbieter Gesundheitsdirektion angezeigt – neben des verstorbenen Gesundheitsdirektors Peter Zwick auch Kantonsarzt Dominik Schorr, Kantonsapotheker Hans-Martin Grünig und Claudine Aeschbach, Leitende Ärztin der Ambulatorien für Abhängigkeitserkrankungen.

Ihr Vorwurf an die Adresse der Staatsangestellten: Die Folgen schwerer Schmerzmittel wie Methadon und Pethidin seien ihr nicht bekannt gemacht worden. Sie wäre in kürzester Zeit süchtig geworden, wie Brandt in der Basellandschaftlichen Zeitung im August 2012 schilderte. «Ich wurde, wie man sich eben einen richtigen Junkie vorstellt», sagte sie damals. Ihr Ziell mit der Strafanzeige: Sie wollte, dass dies niemandem mehr passierte und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden.

Wie die Baselbieter Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilt, hat sie ihr Ziel vorläufig nicht erreicht. Die Strafanzeigen wurde eingestellt. Grund: «Die Straftatbestände sind in keiner Weise erfüllt», wie es in der Mitteilung heisst. Auch die von Brandt «teilweise öffentlich in Medien und Blogs geäusserten Vorwürfe zulasten der betroffenen Personen treffen nicht zu», heisst es weiter.

Ob Brandt die Einstellung ihrer Strafanzeigen anfechten wird, ist bisher nicht bekannt. (fam)

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