Wucher
Polizei warnt vor falschen Handwerkern und trügerischen Verkäufern

Im Frühling mehren sich Meldungen von unseriösen Handwerkern, welche zu überrissenen Preisen im Privatbereich Arbeiten anbieten. Die Polizei warnt auch vor Verkäufern, die zu Wucherpreisen Haushaltsartikel verkaufen wollen.

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Die Polizei Basel-Landschaft warnt vor solchen unseriösen, dubiosen Handwerkern, welche auch dieser Tage und Wochen wieder im Kanton Basel-Landschaft unterwegs sind und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. (Symbolbild)

Die Polizei Basel-Landschaft warnt vor solchen unseriösen, dubiosen Handwerkern, welche auch dieser Tage und Wochen wieder im Kanton Basel-Landschaft unterwegs sind und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. (Symbolbild)

zvg

Das Phänomen ist aus den vergangenen Jahren bekannt. Nach der persönlichen oder telefonischen Kontaktaufnahme verlangen diese Handwerker einen völlig überrissenen Preis für eine qualitativ schlechte Gegenleistung, welche einen solchen Preis nie rechtfertigt.

So gab es zum Beispiel Fälle, in welchen für die Reinigung eines Vorplatzes einer Liegenschaft mit Javel-Wasser 3600 Franken verlangt (und bezahlt) wurden, berichtet die Baselbieter Polizei.

Sie warnt vor solchen unseriösen, dubiosen Handwerkern, welche auch dieser Tage und Wochen wieder im Kanton unterwegs sind und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. Die unbekannten Täter wenden sich mit Vorliebe an ältere Menschen.

Reinigungen sind «beliebt»

Das Vorgehen ist immer ähnlich: Unbekannte Personen - meistens Männer - bieten in Einfamilienhäusern ihre angeblich "guten Dienste" an. Sie wollen Vorplätze
und Dächer von Winterschmutz befreien, meistens mit Hilfe von Hochdruckreinigern oder ähnlichen Geräten.
Diese unseriösen Handwerker sind meistens sehr aufdringlich und drängen ihre Kunden im Voraus zur Vereinbarung eines Pauschalpreises, der in den meisten Fällen schon sehr hoch ist.

Für die Reinigung eines Vorplatzes werden häufig Beträge von 1000 bis 2000 Franken verlangt und in der Folge führen angebliche "Probleme" sogar noch zu einer Verteuerung, so dass plötzlich 3500 bis 4000 Franken verlangt werden.

Bekannt sind auch Fälle, in welchen ein Arbeiter mit einem Hausbesitzer verhandelt, einen grosszügigen Rabatt verspricht und gleichzeitig eine weitere Person bereits damit beginnt, Arbeitsgeräte ab einem Lieferwagen abzuladen und mit der Arbeit schon halbwegs beginnt.

Auch so wird versucht, die potentielle Kundschaft unter Druck zu setzen.

Barzahlung ist Indiz

Diese unseriösen Handwerker legen Wert auf Barzahlung, Quittungen werden nur sehr ungern ausgestellt, Garantiescheine gibt es keine - auch nicht bei den Pfannen und weiteren Haushaltartikeln, welche zu überteuerten Preisen angeboten werden.

Die Polizei Basel-Landschaft geht davon aus, dass sich solche Begebenheiten in den kommenden Tagen und Wochen häufen, hat schon wiederholt Personen kontrolliert, bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und empfiehlt die folgenden Vorsichtsmassnahmen:

Sich nie unter Druck setzen lassen, Offerten in Ruhe prüfen und eine Bedenkzeit verlangen. Allenfalls Konkurrenzofferten einholen, sich auf keinen Fall zu einem übereilten Vertragsabschluss drängen lassen, jegliche Druckversuche ignorieren, aufsässige Arbeiter entschlossen wegweisen, nie etwelche Vorauszahlungen oder Nachzahlungen leisten, und bei verdächtigen Wahrnehmungen umgehend die Polizei informieren, allenfalls auch via Notruf.