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Post konzentriert sich im Baselbiet auf ein Verteilzentrum – fünf Standorte werden gestrichen

Die Post im oberen Kantonsteil des Baselbiets konzentriert sich auf einen zentralen Standort. In Lausen entsteht dazu ein neues Verteilzentrum für Briefe und kleinere Pakete und fünf Baselbieter Standorte fallen weg.

Simon Tschopp
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Die Post konzentriert sich per 1. Oktober auf einen zentralen Standort. Dadurch werden fünf Poststellen gestrichen.

Die Post konzentriert sich per 1. Oktober auf einen zentralen Standort. Dadurch werden fünf Poststellen gestrichen.

Rolf Jenni

Für die Distribution von Briefen und kleineren Paketen konzentriert sich die Post im oberen Kantonsteil per 1. Oktober auf einen zentralen Standort. Der gelbe Riese mietet sich im früheren Industriegebäude des Tonwerks Lausen ein, dafür streicht er die Standorte Bubendorf, Füllinsdorf, Känerkinden, Liestal und Sissach. Vom neuen Konzept sind 31 Baselbieter Gemeinden sowie drei Dörfer aus dem Schwarzbubenland betroffen (siehe Box unten).

Die Post begründet diesen Schritt mit immer weniger Briefen, die verschickt werden, und mit der steigenden Zahl von Haushalten im Oberbaselbiet; derzeit sind es 34000. «Durch die Digitalisierung benutzen die Leute mehr elektronische Kommunikationskanäle», erklärt Markus Werner von der Kommunikation der Post und ergänzt: An einem zentralisierten Standort könne man effizienter arbeiten.
Das neue Zentrum in Lausen sei verkehrstechnisch gut erschlossen, auch seien die Platzverhältnisse im Gebäude ideal, sagt Werner. Pakete und Briefe können rasch von den Logistikzentren Härkingen und Liestal aus angeliefert werden. In Lausen werden sie frühmorgens weiterverarbeitet und danach an die Kundschaft in der Region verteilt.

Neue Routen, andere Zustellungszeiten

Die Postboten gewährleisten die Zustellung ab Lausen in die 34 Gemeinden weiterhin mit den elektrischen Dreirad-Motorrädern. Bei weiteren Touren, beispielsweise im Raum Läufelfingen, gelangen Autos zum Einsatz. Bestehen bleiben die Standorte Hölstein, von wo aus das Vordere Frenkental bedient wird, und Gelterkinden für die Abdeckung des östlichen Teils des Bezirks Sissach.

Die Neuorganisation tangiert insgesamt 105 Postangestellte. Laut Markus Werner werden alle weiterbeschäftigt, «einzelne werden jedoch in einer anderen Funktion tätig sein». Für viele Mitarbeitende sieht der künftige Arbeitsweg anders aus. Denn die Touren werden neu aufgeteilt. Dies hat zur Folge, dass Kunden die Post entweder später oder früher erhalten. In welchen Gemeinden es zu Änderungen kommt, ist noch offen. Momentan ist die detaillierte Routenplanung in Arbeit.

Die Postboten bestreiten ihre neuen Routen bereits ab 20. Juli, zweieinhalb Monate bevor der neue zentrale Standort in Lausen in Betrieb geht. Möglicherweise erfolgen bis Anfang Oktober Korrekturen; Abläufe, die am Computer geplant worden sind, müssen in der Praxis vielleicht noch angepasst werden. «Das müssen wir dann im Detail anschauen», meint Werner.

Die 31 betroffenen Ortschaften im Oberbaselbiet sind: Arboldswil, Arisdorf, Bubendorf, Buckten, Diegten, Diepflingen, Eptingen, Frenkendorf, Füllinsdorf, Häfelfingen, Hersberg, Itingen, Känerkinden, Läufelfingen, Lausen, Lauwil, Liestal, Lupsingen, Nusshof, Ramlinsburg, Reigoldswil, Rümlingen, Seltisberg, Sissach, Tenniken, Thürnen, Titterten, Wintersingen, Wittinsburg, Ziefen und Zunzgen. – Im Schwarzbubenland betrifft es Büren, Nuglar und St. Pantaleon.