Pratteln
Pratteln bekommt den «Helvetia-Tower»

Auf dem ehemaligen Häring-Coop-Areal entstehen 350 neue Wohnungen und 9000 Quadratmeter Bürofläche. Das neu in «Vierfeld» umbenannte Quartier bekommt ein neues Herzstück. Mit dem Bau des 75 Meter hohen Hochhauses soll 2013 begonnen werden.

Joël Hoffmann
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«Helvetia-Tower» beim Bahnhof Pratteln schafft 128 Wohnungen. zvg

«Helvetia-Tower» beim Bahnhof Pratteln schafft 128 Wohnungen. zvg

Das Hochhausprojekt am Bahnhof in Pratteln nimmt konkrete Formen an. An der Zehntenstrasse/Schlossstrasse wird der «Helvetia-Tower» 75 Meter in die Höhe schiessen. Die Investorin und Namensgeberin Helvetia Versicherung baut auf 25 Stockwerken einen reinen Wohnturm – 128 Mietwohnungen mit 2.5, 3.5 und 4.5 Zimmern. Im Sockel mit breiter Eingangsfront sollen sich dereinst beispielsweise Cafés, Restaurants oder andere Dienstleister auf 7000 Quadratmetern einmieten. Vor dem Turm ist ein öffentlicher Platz samt Bushaltestelle geplant.

350 neue Wohnungen sind geplant

Im Februar werden die Baugesuche für die ersten Gebäude auf dem ehemaligen Häring-Coop-Areal, das nun «Vierfeld» heisst, eingereicht. Der neue Name kommt schlicht von der Einteilung des Areals in vier Baufelder. Bis 2015 sollen auf dem «Vierfeld» insgesamt 350 Wohnungen und 9000 Quadratmeter Bürofläche entstehen. Unterirdisch ist eine Parkgarage mit 500 Parkplätzen geplant. Baubeginn ist Mitte 2013.

Südlich vom «Helvetia Tower» (Baufeld D), an der Schlosstrasse und bei der Tramschlaufe befinden sich die Baufelder B und C. Dort lässt die Migros Pensionskasse unter dem Motto «wohnen und leben» 104 Mietwohnungen mit 2.5 bis 4.5 Zimmern bauen. Zudem sind 2000 Quadratmeter Büro- und Verkaufsflächen geplant. Baubeginn soll auch hier Mitte 2013 sein.

Auf dem Baufeld A an der Zehntenstrasse/Gottesackerstrasse will das Berner Unternehmen «Senevita» Alters- und Pflegeheime mit 48 Pflegeplätzen und 65 altersgerechten Wohnungen betreiben. Der Baubeginn sollte eigentlich Ende Jahr erfolgen. Doch bis jetzt gibt es noch keinen Investor. Das liegt vor allem daran, dass «Senevita» erst noch mit dem Kanton Baselland einen Vertrag bezüglich Rechnungseinsicht abschliessen muss, bevor der Kanton und dann die Gemeinde Pratteln das Projekt überhaupt bewilligen können. Gemeindepräsident Beat Stingelin (SP) versichert, dass es sich dabei aber nur um eine Formalität handle.

Weniger Büros wegen Roche-Tower

Die Pachtpreise (ohne Land) belaufen sich auf 40 Millionen (Migros Pensionskasse) und 62 Millionen (Helvetia). Die Investoren sind überzeugt, dass die Wohnungen Abnehmer finden werden. Die Mietpreise stehen aber noch nicht fest. Die ursprüngliche Idee, im Hochhaus mehr Büroräume zu realisieren, wurde im Hinblick auf den Roche-Tower in Basel verworfen. «Es ist ein historischer Moment für Pratteln», schwärmt indes Gemeindepräsident Stingelin. Trotz Skepsis in der Bevölkerung ist der Quartierplan für das Häring-Coop-Areal 2009 vom Stimmvolk bestätigt worden.